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Frage Wie sieht die Organisation heute bei DB Regio aus? (1 Besucher)



Besucher die dieses Thema betrachten (Mitglieder: 0, Besucher: 1):

Martin

BF Oberamtmann
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#61
Ja das gibt es alles, ich kenne auch einen Anästhesisten der nebenbei Lokführer ist. Der hat es aber geschafft, dass er - auch so nebenbei - sich in Ausbildungen bei einem roten EVU reinsetzen durfte und dementsprechend preisgünstig weggekommen ist.
 

Treibrad

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#62
"oder privat", jetzt fangen wir schon an wie bei den Piloten und finanzieren die Ausbildung selbst? Da kann man nur hoffen das sich für diesen Laden niemand findet.
Privat wird sich keiner finden, der die Kohle für Ausbildung und eigenen Unterhalt aufbringen kann. Das sind ja wohl locker 15k? für Ausbildung + knapp 10k für normalen Lebensunterhalt in 12 Monaten. Kommen wohl nur Arbeiter aus IGM in Frage, die mit Abfindungen freisgesetzt wurden.
Und Privatiere setzen sich nicht freiwillig im Anschluss in Vollzeit auf einen Nahverkehrsbock.
Die Friseuse, der Friteusenschwenker, die Floristin, der Kfz-Mechatroniker kann sich das ohne Finanzierung vom Staat nicht leisten. Entweder gibt es genug Kandidaten mit staatlicher Unterstützung, genug freie Lokführer oder das Unternehmen ist noch sehr grün hinter den Ohren und muss erstmal geerdet werden.
Alleine die Anzeigen, weiße Schrift auf hellgrünem Hintergrund. Ein Unternehmen, von dem man Augenkrebs bekommt.
 

Onkeltoby

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#63
Aber zu Tarifvertrag, Lohn oder Arbeitszeitregelungen wird sich nicht geäußert in den Stellenanzeigen, wenn man sich da bewirbt kauft man die Katze im Sack.
Hier mal ein interessanter Beitrag der GDL Seite zum Thema Start Gmbh http://www.gdl.de/Aktuell-2017/AushangFakten-1513255796

Lokomotivführer und Zugbegleiter im Beamtenstatus haben Interesse an einer Tätigkeit bei diesem Unternehmen, da sie nach Verlust der Leistungen in eine andere Region wechseln mussten. Wie erwartet, stimmte das Unternehmen dem ebenso wenig zu wie dem Abschluss aller bei DB Regio gültigen Tarifverträge.
 

Treibrad

BF Inspektor
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XY Pöbeltransport
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#64
Wohl am Ende bestenfalls BuRa, also ca. 5-8 Prozent weniger "Jahresnettostundenlohn" als DB.
Aber wieso nicht, wenn die GDL bei anderen Privaten als zahnloser Tiger noch weniger tarifiert mit langen Angleichzeiten auf BuRa. Und genug Lokführer und Zubs, die für wenig Geld im Nahverkehr willig und motiviert anschaffen gehen, sind ja in der Republik und den Arbeitsämtern vorhanden, wie die das erfolgreiche Gebahren der Bunten Jahr für Jahr beweist.
Spätestens wenn die Einstellungsschablone wieder mal geweitet wird, sprudelt das Personal nur so hinein.
 

BR403

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Dortmund
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Lokführer
#65
Es fing vor einigen Jahren mit der DB Heidekrautbahn GmbH an. Damals wurde extra eine Tochtergesellschaft gegründet, um an einer Ausschreibung teilzunehmen. Danach sprießen die Tochtergesellschaften wie Pilze aus dem Boden. Bevor man irgendwann den Kurs geändert hat und die Töchter nach und nach wieder aufgelöst wurden. Zum Schluss gab es fast nur noch die DB Regio AG. Nun fängt man offensichtlich wieder von vorne an. Mal sehen, wie viele Töchter es diesmal werden.
 

Simulant

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#66
Die spekulieren darauf dass sich genügend Personale finden, die auch zu widrigen Bedingungen heimatnah eingesetzt werden wollen.
 

FBZugBus

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#67
als ob die da wohl je genug finden ...

auf ernstgemeinte Anfragen zum Lokführer Stellenangebot
mit Auskunftwunsch über Tarif, Einsatzstelle, Baureihe und Arbeitsbedingungen melden die sich ja nichtmal

wird so eine Mogelpackung wie damals beim E-Netz Franken Thüringen mit der DB Regional und Stadtverkehr Bayern GmbH Sitz Coburg ( = DB RSB, war Ableger vom OVF , heute ist es umfirmiert in DB Regio Bus Bayern GmbH Sitz Ingolstadt )

DB Heidekrautbahn Potsdam ist doch heute umfirmiert die DB Regio Rheinland Düsseldorf,
bzw verschmolzen auf DB Regio NRW
... also kommt nicht wieder
 

BR403

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#68

FBZugBus

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#69
Danke Dir !

habe mich da falsch formuliert im Satzbau
 

Treibrad

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Friedhof
#70
Die spekulieren darauf dass sich genügend Personale finden, die auch zu widrigen Bedingungen heimatnah eingesetzt werden wollen.
https://www.gdl.de/Aktuell-2018/Aushang-1519291111

Die GDL trat schon im November 2017 an die Start Deutschland GmbH heran und forderte die Anwendung aller Tarifverträge, die auch bei DB Regio, der Muttergesellschaft der Start Deutschland GmbH, gelten. Der Arbeitgeber wies diese Forderung jedoch zurück und wollte die bestehenden GDL-Tarifverträge mit metronom fortschreiben. Das lehnte die GDL ab. Zwar gelten in beiden Unternehmen – von geringfügigen Abweichungen abgesehen – die gleichen Rahmenregelungen, jedoch unterscheiden sich die Haustarifverträge stark. So sind die bei DB Regio zusätzlich über die Haustarifverträge getroffenen Regelungen, beispielsweise im Hinblick auf eine Reihe von Zulagen, dem Urlaub, der betrieblichen Altersvorsorge und dem Schutz bei gesundheitsbedingter Fahrdienstuntauglichkeit, deutlich besser.
Sie gelten allerdings nun statisch, also auf dem Stand weiter, der am Tag des Wechsels zum neuen Betreiber galt. Aber auch das wird sich zügig verändern, wenn die GDL-Mitglieder dies wollen und sich dafür einsetzen.
Da fragt man sich doch, warum die GDL bei den "Privaten" solange friedlich so einen Mist tarifiert hat, bei einem Sprössling der Bahn aber den Harten machen will? Wohl daran, dass die DB wissentlich bis jetzt immer schnell zu Verbesserungen im Gegensatz zu den "Privatkrautern" eingewilligt hat, weil Streikbereitschaft- und fähigkeit zur Durchhaltung (Kohle) sind auch bei DB-GDL-Mitgliedern alles andere als gut ausgeprägt, zudem ist die Streikstrategie der GDL mangelhaft und sie weiß es auch. Deshalb auch der ganze Lohndumping-Morast, der sich da im undurchschaubaren Tarifdickicht des Nahverkehrs über die Jahre etabliert hat und bei Betreiberwechsel wieder mal zum Vorschein kommt.
Viel Säbelnrasseln, Nebenschauplätze, Beiwerk, Werbegeschenke, aber im Tarifwerk, endlich die Heranführung an den kompletten DB-Lf-TV als Minimalstandard für alle Nahverkehrsbuden zu forcieren, gehts nicht voran.
Da untscheidet sich die GDL kaum noch von der EVG. Die Realität und Ohnmächtigkeit gegenüber der raffinierten Strategie des politisch gewollten Lohndumpings und Arbeitnehmerentmachtung durch Kleinstzerstückelung haben auch die GDL eingeholt.
 
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