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Frage Was können die EVUs selbst entscheiden?



ICEfan97

BF Frischling
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Hallo zusammen,

im Tf-Heft 418 ist bei der DB alles geregelt.

Andere EVUs müssen die Vorschriften aber nicht so streng nehmen.

Zb. Fahren auf Sicht bei der DB bei unsichtigem Wetter > Schrittgeschwindigkeit

anderes EVU > max 40


Meine Frage:
- Welche Vorschriften könnten andere EVUs noch lockerer nehmen?
 

Martin

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im Tf-Heft 418 ist bei der DB alles geregelt.
Bei der DB? Die 418 gilt mittlerweile ausschließlich für DB Fernverkehr, alle anderen verwenden ein BRW so wie die meisten "Privaten" auch.

Bindend sind nur die Vorgaben des netzzugangsrelevanten Regelwerks:
Alles andere (wie z.B. wie sichere ich konkret Fahrzeuge gegen unbeabsichtigte Bewegung) muss das EVU selbst regeln. Damit die EVU es nicht ganz so kompliziert haben, können sie z.B. beim VDV eine Lizenz für das "Rahmenregelwerk (EVU)" erwerben.
In den meisten BRW sind dann die netzzugangsrelevanten Dinge auf weißen Seiten, die VDV-Vorgaben auf blauen Seiten gedruckt. Außerdem gibt es dann noch gelbe Seiten, da sind dann REgeln die das EVU abweichend definiert hat (beispielsweise das Fahren auf Sicht, VDV macht da keine Einschränkungen).
 

ICEfan97

BF Frischling
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Simulant

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"Locker nehmen" klingt ein wenig so wie "die können machen was sie wollen". Die aufgestellten Regeln müssen natürlich den Aufsichtsbehörden gegenüber standhalten.

Dein Beispiel: Fahren auf Sicht. Wenn die DB der Ansicht ist, das restriktiv zu regeln, dann ist das deren Sache.

Bei einem mir bekannten EVU gelten übrigens sehr restriktive Regeln in Bezug "Geschwindigkeiten bei Einfahrt in ein Stumpfgleis", da darf die DB AG wesentlich schneller gegen den Bock fahren.

Warum? In beiden Beispielen, weil es Vorfälle gab, auf die reagiert werden musste.
 

Asgard

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Stelle lieber die Frage wer die "anderen EVU" überwacht. Gerade vergangene Nacht wurde ich von Kassel kommend die Main-Weser Bahn runter rausgenommen und in Überholung gestellt, weil laut ZÜ ein anderer 100er auf meinen 100er angeblich immer wieder auflief. Ich fahre immer das was der Fahrplan vorgibt. Lollar ging es auf den Rand und ein Zug mit schwarzer Lok fuhr vorbei.

Meinem Verständnis nach ist es ziemlich unmöglich dass bei zwei gleich schnellen Zügen einer aufläuft. Ausnahme wenn es extrem lange Blockabschnitte sind und das ist auf der Main-Weser zumindest in dem beharenen Bereich nicht gegeben. Welche Vermutung liegt da also nahe?
 

Schweizkutscher

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Stelle lieber die Frage wer die "anderen EVU" überwacht. Gerade vergangene Nacht wurde ich von Kassel kommend die Main-Weser Bahn runter rausgenommen und in Überholung gestellt, weil laut ZÜ ein anderer 100er auf meinen 100er angeblich immer wieder auflief. Ich fahre immer das was der Fahrplan vorgibt. Lollar ging es auf den Rand und ein Zug mit schwarzer Lok fuhr vorbei.

Meinem Verständnis nach ist es ziemlich unmöglich dass bei zwei gleich schnellen Zügen einer aufläuft. Ausnahme wenn es extrem lange Blockabschnitte sind und das ist auf der Main-Weser zumindest in dem beharenen Bereich nicht gegeben. Welche Vermutung liegt da also nahe?
Asgard, das kann durchaus passieren. Denk mal an die bestellten Mindestremsprozente und was dann in der Geschwindigkeitsspalte auftaucht. Es ist möglich, das Du zwar einen 100er Plan hast, aber auf dem Abschnit nur 95 oder 90 fahren darfst. Der mit der schwarzen Lok hat mehr Mbr bestellt bekommen und damit ist bei ihm die Hg im selben Abschnitt 100. Und schon läuft er auf. Der Fdl bzw. die in der BZ sehen nur im Fahrplan die bestellte Geschwindigkeit.
 

Tom_B

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Eine Möglichkeit ist auch die von den Fahrzeugen unterschiedliche angezeigte und reelle Geschwindigkeit. So kann dies auch schon ein paar Km/h ausmachen, je nach dem wie die Lok eingestellt ist. Eine weitere Möglichkeit die mir einfällt ist der unterschied mit/ohne AFB die auch bei einigen Fahrzeugen sehr regelwütig ist bzw. bei anderen da mehr Toleranz hat. Möglichkeiten gibt es da auch ein paar.
 

Asgard

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Ich will mich jetzt darüber nicht streiten, doch wenn mir jemand erzählt es würde "ständig(!) ein anderer Zug auflaufen" während ich mitten in der Nacht auf mehr als 100km ohne Geschwindigkeitswechsel stur 100 km/h fahre liegt für MICH die Annahme nahe das etwas nicht passt. Aber gut, sei es drum. Kann natürlich auch das berühmte Spiel der ZÜ gewesen sein einen etwas vor Plan fahrende Gz rauszunehmen um einen gleich schnellen verspäteten Gz üdavor zu setzen und haben mir einen vom Pferd erzählt um nicht einen passenden Kommentar zu ernten. Ich habe zwar noch nie verstanden für was das gut sein soll wenn alle gleich schnell unterwegs sind, denn pünktlicher wird der Verspätete dadurch nicht, nur erzählen uns die Herrschaften nicht immer die tatsächlichen Gründe.
 


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