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Frage Wann werden Gleispläne von Bahnhöfen aktualisiert?



Schweizkutscher

Ladyversteher
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Mich beschäftigt heute ein Thema, das direkt vor der Haustür liegt.
Mein Heimatbahnhof Offenburg (Gbf) wurde vor längerer Zeit auf ESTW und KS umgebaut.

Für gewöhnlich bekommt man von DB Netz eine entsprechende Sonder-La mit den neuen Angaben wie Gleis- und Signalbezeichnungen, Telefonnummern und allem was dazu gehört.
Für den Bahnhof Offenburg Gbf (oder ist es jetzt ein Bahnhofsteil?) existiert ein Bahnhofsplan vom 06.10.2017 und damit VOR dem Umbau. Eine aktuellere Version habe ich weder als Sonder-La noch anderweitig im Netz gefunden.
Andere Bahnhöfe (z. Bsp. Basel Bad. Rbf) haben solche neuen Lagepläne schon gehabt, bevor sie fertig umgebaut waren.

Nun meine Frage dazu: Wer ist wann dafür zuständig, das die Lagepläne mit Signalbezeichnungen, Gleisbezeichnungen und Ansprechpartnern (Fdl) aktualisiert und herausgegeben werden?
 

Schienenputzer

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Auch wir bei DB haben keine Sonder La zur Umstellung auf ESTW weil es einfach keine gab :002:

Nach mehrfachen Beschwerden von uns, wurde eine interne Dienstanweisung der DB Cargo AG heraus gegeben. Diese enthielt als Anhang die entsprechende Betra.
 

Atlanta

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Moin Kollegen,

Das ganze geht noch eine Nummer krasser.

Zu Zeiten vor der Zusammenführung beider Staatsbahnen in die DB AG gab es Mal für jede Bahnstrecke und für jeden Bahnhof Dienstbücher aus denen die Lage wichtiger bahntechnischer Einrichtung nebst Kilometrierung und Hektometrierung verzeichnet waren.

Für die Verbreitung dieser Bücher zeichnete sich der DB Anlagen- und Hausservice verantwortlich.

Seit der Einstellung des Drucks von Kursbüchern und Tariftabellen zur manuellen Fahrpreisermittlung wurden auch die Bücher für den Dienstgebrauch, so in dieser Form nicht mehr angeboten.

So nebenbei wurde die Hektometrierung von Bahnhöfen im Stationsverzeichnis weggelassen, wen interessiert das schon, wie lang ein Bahnsteig bis zum Asig ist oder die Entfernung zwischen Bahnsteigende und Asig?

Im Falle einer Weichen- und Signalstörung dürfen aber international verkehrende EC nur an internationalen Stationen anhalten und sind bei Unterwegsbahnhöfen vorrangig zu behandeln.

Ihr habt ja bestimm von dem Flop mit dem Hp Ahrensburg - Gartenholz gehört, der zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung nicht eröffnet werden durfte, weil bei irgendwelchen dort verbauten Pflastersteinen eine EU Zertifizierung fehlte, da dieser HP ja an einer internationalen Bahnstrecke liegt.
Auch mußten seiner Zeit bundesweit die Fahrkartenautomaten in der Bedienung verheinheitlicht werden, um den Ansprüchen einer internationalen Bahnstation gerecht zu werden.
Je Stunde und je Richtung halten dort nur 1 x eine RB im Berufsverkehr auch halbstündlich.
Bahnsteiglänge etwas über 200 m.

Da dieser HP ganz offiziell als internationale Bahnstation deklariert und zertifiziert wurde, dürfen dort auch EC Triebwagen der DSB oder ÖBB halten, Falls im benachbahrten Bf Mal wieder eine Störung vorkommt.

So einen Fall gabs nämlich schon.
Da rief ein erboster Lf vom EC im Bf beim Fdl an und fragte was der Blödsinn soll, ihn an einem Hp anhalten zu lassen er müsse seine Fähre nach Dänemark erreichen.

Der Fdl antwortete lapidar: "Kollege, was meckerst du? Dein EC hält in einer internationalen Station am Bahnsteig ganz nach Vorschrift, oder willst du bis zum Esig vorziehen und da die nächsten Stunden verbringen? Denn hier läuft nichts mehr, die Weiche ist nicht ganz umgelaufen und nun streikt die Technik."

Die Beseitigung der Störung hat mehrere Stunden gedauert.

Damit aber der betreffende Fdl den EC dort hatte anhalten lassen können, mußte er auch die Hektometrierung des Bahnsteigs kennen um das in der Störungsmeldung mit anzugeben, sofern danach gefragt wird.
Da aber heutzutage anscheinend solche Betriebsinformationen nicht mehr von Bedeutung sind, muß man sich entweder selbst darum kümmern oder die Vorgesetzten auf diese Mißstände hinweisen.
 

Lonestarr

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Zu Zeiten vor der Zusammenführung beider Staatsbahnen in die DB AG gab es Mal für jede Bahnstrecke und für jeden Bahnhof Dienstbücher aus denen die Lage wichtiger bahntechnischer Einrichtung nebst Kilometrierung und Hektometrierung verzeichnet waren.
...
Da aber heutzutage anscheinend solche Betriebsinformationen nicht mehr von Bedeutung sind, muß man sich entweder selbst darum kümmern oder die Vorgesetzten auf diese Mißstände hinweisen.
Ich weiß jetzt nicht, ob Du dich missverständlich ausgedrückt hast, aber Du scheinst das Bahnhofsbuch zu meinen. Das hieß zwischenzeitlich mal ‚Örtliche Richtlinie‘ und firmiert aktuell als Betriebsstellenbuch. Das Pendant für das Zugpersonal ist das Streckenbuch. Da findest Du alle von dir erwähnten Strecken- und Bahnhofsdetails.

Gruß Thomas
 

Martin

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In manchen Fällen wird das Zugpersonal aber auch gezwungen, im Prinzip vor jeder Rangierfahrt zum Fdl/Ww zu gehen und das Betriebsstellenbuch einzusehen.
Schaut mal im StreBu zu München Hbf, da steht zur den "Gefahrenstellen die einen Halt erfordern", dass die Angaben im BeBu gelten die bei den Fdl aufliegen.
Ich frage mich, wie das Zugpersonal das machen soll. Letztendlich müsste man da jeden Tag das BeBu einsehen, es könnte ja sein, dass es geändert wurde. Aber das ist nur eine der vielen völlig praxisfremden Regelungen an dieser Betriebsstelle. Die Zugaufsicht hat auch nur 60 Sekunden (!) um eine Zugvorbereitungsmeldung zeitgerecht abzugeben :029:
 

Traindriver

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In manchen Fällen wird das Zugpersonal aber auch gezwungen, im Prinzip vor jeder Rangierfahrt zum Fdl/Ww zu gehen und das Betriebsstellenbuch einzusehen.
Schaut mal im StreBu zu München Hbf, da steht zur den "Gefahrenstellen die einen Halt erfordern", dass die Angaben im BeBu gelten die bei den Fdl aufliegen.
Ich frage mich, wie das Zugpersonal das machen soll. Letztendlich müsste man da jeden Tag das BeBu einsehen, es könnte ja sein, dass es geändert wurde. Aber das ist nur eine der vielen völlig praxisfremden Regelungen an dieser Betriebsstelle. Die Zugaufsicht hat auch nur 60 Sekunden (!) um eine Zugvorbereitungsmeldung zeitgerecht abzugeben :029:
in der Realität also nicht umsetzbar.
Warum steht sowas in einer Vorschrift/Richtlinie?
Nur um uns den schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben wahrscheinlich, falls was schief gegangen ist und ein Schuldiger gesucht wird.
 

Simulant

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Macht ihr denn keine Rangiervereinbarung mit Ziel, Zweck, Besonderheiten? Solche Angaben fallen doch unter "Besonderheiten", und sind vom Ww dem Tf mitzuteilen.
 
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Weichenwärter

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Und woher soll der Weichenwärter wissen, was beim Triebfahrzeugführer im Streckenbuch steht, oder was dort nicht steht?
 

BR403

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Warum steht sowas in einer Vorschrift/Richtlinie?
Den genauen Hintergrund kenne ich nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass das historisch so entstanden ist. Irgendwann mal in grauer Vorzeit, hat das vielleicht einen Sinn gehabt. Dann hat sich die Zeit weiter gedreht, die Örtlichkeiten haben sich nach und nach geändert. Die Vorschriften wurden aber immer wieder übernommen und vielleicht mal geringfügig angepasst. Mit der Zeit, laufen die Vorschriften und die Wirklichkeit immer weiter auseinander.
 


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