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National VRR kündigt S-Bahn-Vertrag mit Keolis



Ab Fahrplanwechsel im Dezember diesen Jahres sollte die S1 eigentlich von der Eurobahn gefahren werden: https://www.wp.de/politik/landespolitik/vrr-entzieht-eurobahn-den-betrieb-der-s-bahn-linie-s1-id227125789.html
Paukenschlag im Nahverkehr der Rhein-Ruhr-Region: Der Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) hat den Vertrag mit der Eurobahn-Keolis für den Betrieb der zentralen S-Bahn-Linie S1 überraschend aufgekündigt.
Wie unsere Redaktion aus VRR-Kreisen erfuhr, erfolgte der Schritt, weil die Deutschland-Tochter des französischen Staatskonzerns SNCF offenbar nur 30 Prozent der benötigten Zugführer bereitstellen konnte. Keolis sollte den Betrieb der zentralen Linie im größten deutschen Ballungsraum sowie die Linie S4 ab dem 15. Dezember übernehmen.
Nun zieht der VRR offenbar die Notbremse. Zunächst soll der bisherige Betreiber der S1, die Deutsche Bahn, den Zugverkehr auf der Hauptschlagader des Ruhrgebiets aufrecht erhalten. Keolis hatte die europaweite Ausschreibung für die knapp fünf Millionen Zugkilometer der Linien S1 und S4 vor drei Jahren gewonnen. Fachleute halten die jetzige Kündigung für einen bundesweit einmaligen Vorgang.
 

Kommentare

Bei der Eurobahn gibt man sich überrascht:


Pressemitteilungen
18.09.2019
Stellungnahme Keolis Deutschland - Berichterstattung S-Bahn Rhein-Ruhr
Sehr geehrtes Redaktionsteam,
um exakt 12:59 Uhr haben wir den Onlinemedien entnehmen müssen, dass der VRR uns die S-Bahn Linie S 1 entziehen wird.
Wir sind zutiefst enttäuscht und schockiert, diese wichtige Information den Medien entnehmen zu müssen.
Zurzeit werden alle Hebel in Gang gesetzt, um diese Sachlage zu klären. Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben wir keinerlei Informationen hierzu schriftlich vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr erhalten.
Wir werden Sie selbstverständlich auf dem Laufenden halten und Sie über neue Erkenntnisse unverzüglich informieren.
Seit längerem war gemunkelt worden, dass DB Regio ersatzweise eine nicht unerhebliche Anzahl an Tf im hohen zweistelligen Bereich stellen sollte. Ähnliche Probleme gibt es auch bei der Akquise der RRX- Linien. Lange war nicht klar, ob der Übergangsvertrag für die RE6 fristgerecht gekündigt werden kann. Würde zwar, wenn auch knapp! Ursache waren Personal- und Fahrzeugengpässe. Man hört, dass DB Regio dort ebenfalls aushilft (insbesondere bei den persobalaufwändigen Wenden in KFKB).

Es spitzt sich hier wie auch in BaWü, Sachsen.... eine Lage zu, die schon lange hier und anderswo kritisch diskutiert wurde und das in Zeiten wo alles nach ökologischer Verkehrswende und billigerem Nahverkehr schreit. Irgendwie kontraproduktiv und realitätsfremd im Angesicht der bestehenden Probleme! Aber da wird man am Freitag weder politisch noch von den Bundesweiten FfF- Großdemos eine Lösung sondern nur weitere Forderungen hören... ein Irrsinn der mit dem Regionalsierungsgesetz begann, spiralförmig mit jeder "wettbewerbsorientierten " Ausschreibung auf die Spitze getrieben und nun derart zugespitzt wurde.

MfG maschwa
 
Ich bin mal gespannt ob das noch Verwerfungen gibt beim Personal, ob man das alles gestemmt bekommt. Es gibt ja auch nicht wenige Koll. die bereits Verträge mit Fv und Cargo unterschrieben haben, ob die nun trotzdem wechseln? Ansonsten gibts auch beim Fv Personalprobleme. Und auch Regio bekommt ja Leistungsausweitungen zwischen Essen und Osnabrück.


PS: Ich habe die beiden gleichzeitig eröffneten Themen zusammengeführt.
 
Das wird Chaos geben... 12 Wochen sind ja nicht viel... eine Schande ist das für die Personale! Dauerhafte Unsicherheit! Wie lange darf denn der Verkehrsvertrag nach einer Notvergabe sein? Auch 15 Jahre? Oder kürzer bis man eine neue Sau durchs Dorf treibt? Was ist mit der RB3 (Ersatz für die S2 nach Duisburg)? Hat man dafür genug Fahrzeuge und Personal?



MfG maschwa
 
Das wird Chaos geben... 12 Wochen sind ja nicht viel... eine Schande ist das für die Personale! Dauerhafte Unsicherheit!
Wenn man den Gerüchten glauben schenkt war wohl die ursprüngliche Planung für alle noch unsicherer und da wollte wohl auch Regio nicht mehr so einfach aushelfen für einige Monate, vielleicht auch nochmal ein paar Monate, usw. Jetzt dürfte man zumindest für 2-3 Jahre Planungssicherheit haben, denn selbst wenn man schnell ist mit einer Notvergabe an ein anderes EVU, so schnell hat kein EVU ausreichend Personale zusammen um die beiden Linien stemmen zu können, das bedarf einigen zeitl. Vorlauf.
 
Das ist die Antwort auf den Wahn. Wettbewerb und Kosten einsparen.
Selbst die große DB hat Probleme. Verursacht durch Wettbewerb ohne Rücksicht auf Menschen. Man kann alles in Wette stellen , doch ohne Rahmen geht es irgendwann schief.
Zudem möchte ja Keolis - SNCF von der DB Arriva kaufen. Da wird es Wettbewerblich und rechtlich interresant.
Da kann es schnell passieren das man seine Verkehre in Deutschland abgeben muß und erst später als Arriva Deutschland antreten darf.
 
Man darf bei Keolis auch nicht vergessen, was die Übernahme des TWN verursacht hat: Mehrkosten wegen diverser Strafen, Probleme mit den Zweisystemflirt, höhere Personalkosten als veranschlagt. Man munkelt schon länger, dass Keolis die Marke Eurobahn sterben lässt weil der deutsche Ausschreibungswahn mittlerweile weniger einbringt als er kostet und Risiko darstellt. Die fetten Jahre sind vorbei.

MfG maschwa
 


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