• Wenn dies Ihr erster Besuch hier ist, lesen Sie bitte zuerst die Hilfe - Häufig gestellte Fragen durch. Sie müssen sich vermutlich registrieren, bevor Sie Beiträge verfassen können. Klicken Sie oben auf 'Registrieren', um den Registrierungsprozess zu starten. Sie können auch jetzt schon Beiträge lesen. Suchen Sie sich einfach das Forum aus, das Sie am meisten interessiert.

National Unfallflucht eines Zuges




Hm... Etwas komisch ist das schon, wenn ich halte, dann bleibe ich auch da... Unfallbeteiligte haben vor Ort zu bleiben. Steht auch irgendwo in der Ril 123! Das Verlassen ist lediglich mit Zustimmung der Behörde und des Nmg zulässig (Ausnahme ein Arzt verbringt ihn zur medizin. Versorgung ins Krankenhaus)

MfG
maschwa
 

Kommentare

"Leichte Verletzung" ist übrigens alles, was sich unterhalb der Schwelle "muss mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden" abspielt.
Nicht ganz. Als "leicht verletzt" gilt man auch, wenn man bis zu 24 h in einem Krankenhaus behandelt werden muss.
Der Vollständigkeit halber: Schwer verletzt ist man, wenn man über 24 h Krankenhausaufenthalt benötigt und noch länger als 30 Tage überlebt hat.
Stirbt ein Verletzter innerhalb von 30 Tagen gilt es als Unfall mit Todesfolge. Tritt der Tod erst nach 31 Tagen ein bleibt es beim "schwer Verletzten".

Siehe auch Wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Unfallkategorie
 
Die Ril 123 richtet sich aber an das EVU, nicht jedoch an den einzelnen Lokführer. Das EVU gibt dann im eigenen Regelwerk die betreffenden Inhalte bekannt.

Und wie auch schon in anderen Fällen: wir kennen den Hergang nur aus der Zeitung, und diese wiederum nur aus Aussagen und Beobachtungen anderer. Was genau sich abgespielt hat, wer mit wem gesprochen hat, auf welcher Basis die Weiterfahrt erfolgt ist, wissen wir nicht.
 
Es ist ja wohl kaum die Aufgabe der Fahrgäste, als "Nofallmanager auf dem Rücksitz" zu agieren. Wahrscheinlich hat das "Notfallmanagement" für einen unbedarften Fahrgast auch durchaus seriös ausgesehen: In der Zeitung steht, dass erst nach einigen Minuten weitergefahren wurde, und die PKW-Fahrerin auch nur leicht verletzt wurde. "Leichte Verletzung" ist übrigens alles, was sich unterhalb der Schwelle "muss mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden" abspielt. Klassischer Fall: Eine kleine Wunde, die mit Pflaster versorgt werden kann. Solange bis die Polizei das Gegenteil ermittelt hat, gehe ich deshalb davon aus, dass der Lokführer sich durchaus die Unfallfolgen angeschaut hat, und in den paar Minuten auch mit der PKW-Fahrerin gesprochen hat. Vielleicht ist man in dem Gespräch zu dem Schluss gekommen "war alles nicht so schlimm". Etwa nicht ganz unähnlich, wie man auch kleine Unfälle im Straßenverkehr vor Ort regelt, ohne die Polizei hinzuzuziehen. Dann folgte halt das Augenblicksversagen des Lokführers, dass er sich in dem Moment nicht an die Richtlinie 123 erinnerte.
Für was ist wohl die Notbremse im Fahrgastraum da ? Ein Beobachter von außen wird dem Zug nicht zum Stillstand bringen können ! Und rumtelefonieren über Polizei usw. das dauert zu lange , bis solche Kette beim Lokfürer am Funk ankommt .
 


Oben Unten