Spreepark und was aus ihm geworden ist

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Altersstarrsinn

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Da bin ich absolut dagegen. Nicht nur der Spreepark, auch der Plänterwald, die Inseln, der Karpfenteich, das ganze Gelände zwischen Spree, Neue Krugalle und Am Treptower Park sowie sein Natur prädestiniert das ganze Gebiet für eine wirtschaftliche angemessene Nutzung.

Ich dachte da an eine Nutzung als Refugium für Reiche, einem Ort, der auf die Bedürfnisse einiger Weniger zugeschnitten ist. Großzügig zugeschnittene Grundstücke, Luxusbebauung, Golfplatz, Yachthafen und natürlich eine absolut dichte Abschottung gegenüber dem Pöbel.

Natürlich kommen die Reichen nicht, wenn man das Gelände weiterhin für die Öffentlichkeit vergeuden will. Da muss das Land Berlin schon etwas entgegen kommen. Finanziell durch den Verkauf des Geländes zu einem mehr symbolischen Preis und mit Vorarbeiten. Dafür bekommt es zwar keine zusätzliche Steuereinnahmen (schließlich versteuert man sein Einkommen nicht im klammen Berlin, sondern in Ländern, die in diesen Beziehungen großzügiger denken), aber man bekommt Arbeitsplätze. Die sind zwar grade auf Mindestlohnniveau und werden höchstens bei 200 liegen, aber wichtig ist doch, dass Berlin Anziehungskraft bekommt. Und das ist doch auch was, da kann das Volk doch mal auf Erholungsgebiete, Kultur und intakte Infrastruktur verzichten. Das wird vom Volk sowieso überbewertet.

So, das war die Provokation, die Befürchtung. Komme ich nun zu meinen tatsächlichen Vorstellungen.

Den Spreepark liegen lassen, in seinem jetzigen Zustand konservieren, ihn der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen und Führungen veranstalten. Zeche und Kokerei Zollverein, Landschaftspark Duisburg-Nord und andere vorsichtige Nutzungen alter Liegenschaften haben es vorgemacht. Auch der Spreepark könnte in seinem jetzigen Aussehen ein Magnet werden. Es wäre zu schade, ihn abzureißen.


Gruß

A.
 

Streckenstillleger

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Lieber @Altersstarrsinn du vergisst in deinen Überlegungen,das der Berliner Senat mit den Tagen der Einigung weder logisch,noch in den Interessen der Bevölkerung gehandelt hat.Darum kam es auch zur Gründung des Berliner Liegeschaftsfond.
http://www.taz.de/!5096752/

Der Artikel ist nur ein Teil dessen was seit Jahren dauernd stattfindet.
 

Altersstarrsinn

Forenphilosoph
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Politisches handeln und Logisches handeln sind zwei völlig entgegengesetzte Pole. Daraus ergibt sich zwangsweise, dass Politiker nie logisch handeln können. Also sind sie auf die Mithilfe von Experten angewiesen.

Experten sind Menschen, die auf einem einzigen, manchmal auch auf mehreren Gebieten überdurchschnittliches Wissen angehäuft haben. Diesen Wissen stellen sie -oft genug gegen Bezahlung, um leben zu können- denen zur Verfügung, die dieses Wissen benötigen.

Um etwas bezahlen zu können, muss man Geld für eine Ware -z.B. Wissen- übrig haben. Für Bildung (das beinhaltet auch die Meinungsbildung) stellt der Hartz-IV-Satz 1,39 € zur Verfügung, die Marketingausgaben der Deutschen Bank lagen 2013 bei 312 Millionen Euro, also etwas höher. Also wird die Deutsche Bank etwas höhere Chancen haben, Wissen zu kaufen.

Dieses erkaufte Wissen kann man den Politikern zur Verfügung stellen, wenn das Wissen den Vorhaben der Institutionen entspricht (sogen. Lobbyismus). Dass die Politiker dadurch entlastet werden und den Institutionen dankbar für diese Überlassung sind, ist logisch. Genau so logisch ist es, dass die Politiker im Besitz dieses Wissens danach handeln.

Fazit: Politiker handeln logisch. Jedenfalls wenn sie im Sinne der Geldgeber handeln.


Gruß

A.
 

Bahn-Beobachter

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Hallo Zusammen,

Lieber Altersstarrsinn,

meiner Meinung nach sind Gutachter Menschen, die etwas, das Sie als "Fachwissen" ausgeben an den Verkaufen, der am meisten Zahlt und so darstellen können, das man Ihnen glaubt. Und die immer eine Grund in der Hinterhand haben, warum es dann anders gekommen ist. Mit Tatsachen, Fakten oder Realität hat das oft wenig oder gar nichts zu tun.

mfg

Ralf
 

Merlin

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Plänterwald bei Berlin
Der Spreepark öffnet wieder
Wenn es um politische Symbolkraft ging, war die DDR weltweit konkurrenzfähig und einfallsreich. Zum 40. Jahrestag des Landes im Jahr 1989 bekam der Volkseigene Betrieb (VEB) Kulturpark Plänterwald ein neues Riesenrad. Es hatte jetzt 40 statt bisher 36 Gondeln. Und 40 Speichen hielten das Karussell zusammen. Das Riesenrad war das Symbol des einzigen Vergnügungsparks in der DDR. Von oben sahen die Besucher weit in ihr Land und in den Westen. Heute steht das riesige Karussell immer noch am alten Platz, es ist aber nur noch ein trauriges Überbleibsel auf einem brachliegenden Gelände. Der Rummel ist schon lange vorbei.

Doch das Riesenrad wird sich bald wieder drehen. Ein Gutachter hat festgestellt, dass sich die 220 Tonnen schwere Anlage immer noch in einem sehr guten Zustand befindet. Wird die komplette Technik erneuert, kann es angestellt werden. Noch vor zwei Jahren hatte Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) noch gesagt, das Riesenrad werde sich nicht mehr drehen, sondern lediglich als Denkmal erhalten bleiben.
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung