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Probleme des SPNV mit Kombinationslösungen am Bsp. HSB (1 Besucher)



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maschwa

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#1
Bin auf ziemlich interessante Erklärungen gestoßen. Die genannten Probleme dürften in vielen SPNV- Sparten/ Ausflugsunternehmen die selben sein. Am Bsp. HSB (welche offiziell wohl SPNV ist, obwohl hauptsächlich für touristische Zwecke jedoch von den Bundesländern Thürigen und Sachsen- Anhalt bestellt wird) zeigen sich die Probleme. Ab März 2018 sind so genannte "Kombi- Tickets" nicht mehr im Angebot der HSB. Die HSB konnte keine Lösung für den Verlustausgleich herbeiführen. Zum einen verständlich, zum anderen Schade, da es für eine Tourismusregion die Attraktivität mindert. Schade eigentlich, dass die Aufgabenträger und Angebotsersteller alles nur auf Kosten von Unternehmen und Mitarbeitern regeln wollen. Das kann sich ein wirtschaftlich orientiertes Unternehmen nun mal nicht leisten, auch wenn die HSB aus Gesellschaftern von Ländern und Kommunen zusammensetzt - nur die kommen auch für die Verluste des Unternehmens auf.

Hier mal die Fakten:
https://ratsinfo.landratsamt-nordhausen.de/sitzungen_top.php?sid=2017-KT-89

Beschlussvorlage aus Pkt. 21 der Ratsvorlage:
https://ratsinfo.landratsamt-nordha...&status=1&sitzungsnummer=2017-KT-89&x=19&y=12

Anlage zur Beschlussvorlage/ Wirtschaftsplan der HSB 2018
https://ratsinfo.landratsamt-nordha...11100612&_doc_n1=20171208130218.pdf&x=11&y=12

u.a. heißt es hier:

Desweiteren müssen wir auf Grund der Betriebsprüfung durch das Finanzamt 2016 bestimmte Tarifangebote zumindest modifizieren (Insbesondere Kombinationsangebote, Mehrtagestickets usw. müssen bei gleichartigem Weiterbestehen zukünftig mit 19 % statt 7 % Umsatz besteuert werden.).

Darüber hinaus schlagen sich die Kombinationsangebote (HarzTourCard, Selkebahnticket u. ä.) im steigenden Maße negativ auf die Umsätze der HSB nieder. Die Kunden erkennen immer mehr, daß mit diesen Angeboten die regulären Fahrpreise extrem billig zu unterlaufen sind. Es ist nachgewiesen, daß weder eine Neuaufteilung der Einnahmen (zumal die Partner nicht bereit sind, geringere Erlöse zu akzeptieren) noch erhöhte Ticketpreise, die Einnahmeverluste signifikant schmälern. Da auch die Partner darüber hinaus keine Alternativen aufzeigen konnten (nach bisherigen Vorschlägen verbleiben die Verluste doch letztlich immer bei der HSB), gibt es nur eine Konsequenz - den ersatzlosen Ausstieg. Selbstverständlich würde die HSB andere Möglichkeiten bieten, allerdings nicht in Kooperation (aufgrund der relativ hohen Preisdifferenz zwischen HSB und den anderen Anbietern; führt dies immer durch den „Mitnahmeeffekt" zu überproportionalen Verlusten bei der HSB).

Der Deckungsbeitrag der Umsatzerlöse über die Personalkosten hinaus ist auf über 4 Mio. € gestiegen (siehe Tabelle: Abdeckung des Personalaufwandes durch die Umatzerlöse)

...

Es ist erforderlich, die genannte Anpassung der Beförderungstarife rechtzeitig vor Inkrafttreten des Sommerfahrplanes 2018 (aus Kommunikationsgründen ist der späteste Termin Mitte März 2018) vorzunehmen.
Ein Dilemma!

Übrigens ist der Rest der Anlage auch interessant zu lesen....

MfG
maschwa
 


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