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plusminus-Sendung 19.2.2013 Kampf und Werbung um neue Mitarbeiter



Altersstarrsinn

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Ein Drittel der im Artikel angesprochenen Maßnahmen werden von der DB doch schon längst durchgeführt: die Wohlfühlzonen. Welcher Tf steht denn noch zwangsweise auf einer rüttelnden, zugigen Dampflok, während der Heizer Kohlen schippt? Wer von uns Fdl schmeißt denn noch mit Hebeln mechanische Weichen um, während es vom Spannwerksraum durch die Bretterritzen eiskalt hochzieht (ok, blöder Vergleich. Wahrscheinlich noch ne ganze Menge)? Welche Bürokraft tippt ihre Papiere noch mit einer uralten Schreibmaschine, während der hölzerne Küchenstuhl den Ar.... ? Nö, wir haben uns doch wohl zu fühlen.

Ein weiteres Drittel haben wir auch schon lange - die flexiblen Arbeitszeiten. Tf arbeiten ganz flexibel von 22:32 Uhr bis 8:47 Uhr und von 23:16 Uhr bis 10:22 Uhr, im Ortsdienst kommt Mittwochs der Schichtplan für die nächste Woche und wir arbeiten danach von Mo bis Mi im Spätdienst, Do und Fr R, Sa spät und So R. Am Donnerstag wird das dann geändert und wir haben Mo R, Di bis Do Nacht, Fr R, Sa Spät und So Tagesdienst. Am Freitag wird das dann nochmals geändert und wir haben Mo bis Do Nachtschicht, der Rest bleibt wie er ist. Flexibel? Wie ein Gummiband!

Klar werden ländliche Standorte immer attraktiver. Warum wohl fahren viele von uns über zig Kilometer mit dem eigenen Wagen zur Arbeit? Weil der Posten auf irgendeinem Kaff in der Pampa so unheilich attraktiv ist, dass man uns garnicht mehr weglassen will. Und der Mangel an Fachkräften besteht ja auch. Die wollen alle woanders arbeiten. Bloß nicht bei der Bahn.

Bleiben also nur noch die Klagen wegen den Lockprämien. Machen wir auch. "Mitarbeiter werben Mitarbeiter". Da kann man sogar ein paar Euro bekommen. Oder einen Bleistift. Oder Radiergummi.... Bonuszahlungen gibt es auch. Sogar in Millionenhöhe. Gut, nicht für uns. Aber es gab mal die Erfolgsbeteiligung. Gab es mal. Hat man Gott sei Dank abgeschafft. War wohl zu teuer. Oder uns stieg der Erfolg zu Kopfe und wir haben einfach zu viel verlangt. Lohnerhöhungen z.B.

Nö, alles, was im Artikel aufgeführt wird haben wir schon lange. Wir waren in vielem Vorreiter. Von daher kalter Kaffee.

Oder habe ich das jetzt alles falsch verstanden?


Gruß

A.
 

Traindriver

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....

Ein weiteres Drittel haben wir auch schon lange - die flexiblen Arbeitszeiten. Tf arbeiten ganz flexibel von 22:32 Uhr bis 8:47 Uhr und von 23:16 Uhr bis 10:22 Uhr, im Ortsdienst kommt Mittwochs der Schichtplan für die nächste Woche und wir arbeiten danach von Mo bis Mi im Spätdienst, Do und Fr R, Sa spät und So R. Am Donnerstag wird das dann geändert und wir haben Mo R, Di bis Do Nacht, Fr R, Sa Spät und So Tagesdienst. Am Freitag wird das dann nochmals geändert und wir haben Mo bis Do Nachtschicht, der Rest bleibt wie er ist. Flexibel? Wie ein Gummiband!

.......
Der Unterschied ist dabei: DER MITARBEITER/IN bestimmt wann und wie Er/Sie arbeitet, Hauptsache am Jahresende ist die Arbeitszeit erbracht.
Bei uns wirst Du flexibel bestellt vom AG und wenn Du früher wieder auf der Dienststelle bist, möchtest Du doch bitte nach Hause gehen und nur halbe AZ nehmen......
 

Tastendrücker

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Der Unterschied ist dabei: DER MITARBEITER/IN bestimmt wann und wie Er/Sie arbeitet, Hauptsache am Jahresende ist die Arbeitszeit erbracht.
Das ist bei der Bahn nun mal nicht möglich, zumindest nicht an und auf der Strecke.
Aber das wussten wir doch schon, als wir unsere Bewerbung zur Bahn geschickt haben, oder?

Genau so wenig geht das im Handel, Gastronomie, Gesundheitswesen, usw.
Wer mit den Anfangs- und Endzeiten absolut nicht klar kommt, hat dann vielleicht doch einen Fehler bei der Berufswahl gemacht.


Der Tastendrücker
 

Traindriver

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Das ist bei der Bahn nun mal nicht möglich, zumindest nicht an und auf der Strecke.
Aber das wussten wir doch schon, als wir unsere Bewerbung zur Bahn geschickt haben, oder?

Genau so wenig geht das im Handel, Gastronomie, Gesundheitswesen, usw.
Wer mit den Anfangs- und Endzeiten absolut nicht klar kommt, hat dann vielleicht doch einen Fehler bei der Berufswahl gemacht.


Der Tastendrücker
Das ist ein sog. Totschlag-Argument.

Als ich mich z.B. für den Beruf des Lokführers entschieden habe wurde der Beruf bedeutend mehr WERTGESCHÄTZT, was sich auch in einer guten Bezahlung, wovon man sich noch was leisten konnte, ausdrückte.
 

Altersstarrsinn

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Wertschätzung? Hmmm... Naja.... Kann man so und so sehen.

Nehmen wir meinen Job, Fdl. Als Mainz grassierte, waren Fdl plötzlich gesucht, denn man stellte fest, dass es davon nur noch recht wenige gab. Jetzt kommt die Wertschätzung! Wenn wir so wenige haben, müssen wir mehr der neuen Techniken bauen (ESTW), damit wir die Wenigen optimaler einsetzen können.

Wertschätzung = weiter Anfahrtweg zu den neuen Stellwerken, auf denen die verbliebenen MA mit möglichst optimalen = ungünstigen Dienstzeiten verschlissen werden können.

Danke, wenn ich Wertschätzung aus den oberen Führungsetagen höre, wird es mir Angst und Bange. Wertschätzung ist für mich, wenn ich mit meinen Vorgesetzten auf Augenhöhe dirkutieren kann und meine Meinung respektiert und für wertvoll gehalten wird.


Gruß

A.
 

Tastendrücker

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Ich ging davon aus, das es in dem oben verlinktem Beitrag um flexible Arbeitszeiten geht.
Und die Mitarbeiter bei der Bahn, die flexible Arbeitszeiten machen können, haben wohl auch nicht immer unsere Wertschätzung!
Die Zeiten, wo ein Lokführer eine Respektsperson war, die sogar vom Bürgermeister gegrüßt wurde, sind nun mal vorbei.
Mir macht mein Beruf als Fdl auch nach über 35 Jahren immer noch Freude, was andere von meiner Tätigkeit denken, geht mir ca. 1,37m am Allerwertesten vorbei, aber das soll jeder sehen, wie er will.


Der Tastendrücker
 


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