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Nach dem Ende der AR- Sitzung - nicht mehr "Zukunft Bahn" sondern "Agenda für eine bessere Bahn"



maschwa

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Bekanntlich ging es gestern und heute im AR um Zukunftsfragen. In Anlehnung an den "Zukunft Bahn" - Threat ein neuer Threat "Agenda für eine bessere Bahn" zum besseren Diskutieren. Der letzte Plan ist tot, es lebe ein neuer Plan!

https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wirtschaft_nt/article184400638/Bahn-will-auf-Rekordniveau-investieren.html

Bahn will «auf Rekordniveau» investieren
Ihren Sparkurs hat die Bahn längst aufgegeben, aber es scheint nicht zu reichen. Jetzt will der Konzern nachlegen und setzt auf die Unterstützung des Bundes. Kritiker fordern nicht nur mehr Geld.
Hm, ein (nächster) 50 - Punkte - Plan! Ober er nach Zukunft Bahn was bringt? Warum erkennt man jahrelange Fehlentwicklungen nur häppchenweise? Wenn ich an Zukunft Bahn denke, waren die Probleme schon angesprochen und wurden gelinde gesagt ignoriert! Es war nicht gewollt, dass auf Fehlentwicklungen hingewiesen wurde - man wurde Problemorientiert genannt und wenn man übergreifend dachte, dann wurde man in die eigenen Unternehmensschranken verwiesen. Auch wurde Zukunft Bahn in den s.g. "mittleren Managementschichten" "torpediert" zu Gunsten der eigenen Prämie, also wie immer. Wie soll das mit dem neuen Plan "Agenda für eine bessere Bahn" gelingen? Die Antwort fehlt bisher und nach dem Erlebnis "Zukunft Bahn" dürfte die MA- Motivation noch weiter gesunken sein.... Was ist eigentlich aus dem "besten Arbeitgeber" geworden?!

Ein Kommentar dazu:
https://www.merkur.de/wirtschaft/ard-tagesthemen-kommentator-ueber-deutsche-bahn-er-findet-klare-worte-sie-schaemen-sich-zr-10707786.html

und noch ein ziemlich treffender:
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/kommentar-die-bahn-verpasst-die-noetige-reform-schon-wieder/23675938.html

Die Bahn verpasst die nötige Reform – schon wieder
Der Bahn-Aufsichtsrat nickt 50 Maßnahmen des Vorstands ab. Doch was oben beschlossen wird, kommt unten nicht an. Und was unten an Expertise vorhanden ist, wird oben nicht gehört.
Was auffällig ist, dass selbst die Medien mittlerweile (wie viele an der Basis der Bahn schon länger) erkannt haben, dass das Missmanagement nicht ausschließlich im Management sondern schon in der Politik ursächlich ist. Und schon da fehlen mir, wie schon 2015 die konkreten Hilfen. Wir reden von Diselfahrverboten, wollen mehr Verkehr auf den Schienen, billigeren Personenverkehr! Und was war 2015 passiert? Die Gewinnziele wurden angehoben und vor allem die politischen Forderungen nach Gewinnabführungen an den Eigentümer. Auch die immer noch nicht geregelte steuerliche Entlastung (Mwst., Kraftstoffsteuer, ....) wurden bis heute nicht in Angriff genommen! Das ist auch gar nicht gewollt, könnte man meinen. Es wird ausschließlich über Zuschüsse verhandelt. Wie kurzsichtig und eigentlich nur Kapital verbrennend? Und nun kommt die Politik in Form vom grünen Hofreiter mal wieder mit der Zerschlagungstheorie! Toll, wo ist die Lösung? Das angesprochene Chaos ist mit Wissen und auf Willen der Politik geschehen. Auch die Grünen saßen im AR! Das ganze jetzt rückgängig machen dürfte ein schwerer Fehler sein, denn das verbrennt nur noch mehr Geld!

Ein Vorschlag zur Finanzierung geistert auch schon rum:
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/arriva-und-schenker-politik-setzt-bahn-unter-druck-verkauf-von-sparten-soll-milliarden-einbringen/23673040.html

ARRIVA UND SCHENKERPolitik setzt Bahn unter Druck – Verkauf von Sparten soll Milliarden einbringen
Die Bahn braucht Geld für die Modernisierung. Grüne und FDP fordern den Verkauf von Arriva und Schenker – das könnte 15 Milliarden Euro bringen.

....
Würde sich die Deutsche Bahn von beiden Gesellschaften trennen, fiele zwar die Hälfte des Bahnumsatzes von 42 Milliarden Euro weg. Dafür könnte ein Komplettverkauf aber bis zu 15 Milliarden in die Kasse spülen.
Hm,... sichere Einnahmen verkaufen?! Unabhängig vom Umsatz könnte dies gefährlich sein und klingt wieder mal nach Tafelsilber verkaufen. Aber die Idee hat was: Bevor man von anderen fordert (vor allem vom Steuerzahler), sollte man Eigenkapital aufbringen. Und damit könnte man Finanzierungen akquirieren, die dringend nötig sind! Nur dazu muss die Politik sich auch endgültig von einer Einnahmequelle verabschieden und Kapitalmarkt abschreiben. Eine Besinnung auf Grundversorgungsverpflichtungen des GG wäre die Voraussetzung und die erkennt man in der Politik nur zögerlich!

Jetzt werden in der Öffentlichkeit die ersten Maßnahmen bei DB NETZ präsentiert:

https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/um-puenktlicher-zu-werden-deutsche-bahn-spielt-fahrgaeste-gegeneinander-aus/23672036.html
UM PÜNKTLICHER ZU WERDEN
Deutsche Bahn spielt Fahrgäste gegeneinander aus
und

https://orange.handelsblatt.com/artikel/52203
Bahn-Plan gegen Verspätung: Der Zug dreht einfach um
Also, dass das "liebevoll NRW- Banane" von Eisenbahnern kommt bezweifel ich mal stark, denn die Wortschöfung hörte ich vor ziemlich genau einem Jahr von Führungskräften das erste mal. Seither geistert das OPEX- Gespenst durch NRW. Mittlerweile heißt der dazugehörige Korridor nicht mehr OPEX- Korridior, sondern auf Wunsch eines einzelnen Herrn im Netzvorstand Plankorridor! Die nun kundgetanen Ideen des vorzeitigen Wendens sind mittlerweile auch schon alt und stammen aus der Anfangszeit von Zukunft Bahn. Aber man schmückt sich eben heute mit diesen Federn, da Grube ja als gescheitert gilt und man Erfolge verkaufen muss. Die geschilderte Zahl von im Schnitt 1,5 Zügen/ Woche der Linie 10 kann der damit täglich beschäftigte nicht nachvollziehen. (Leer & Abstellfahrten zur Reinigung werden schon seit Planstart nur noch, wenn Ankunft pünktlich durchgeführt, was man in der Reinigungsqualität merkt). Auch ein noch früheres Wenden in Essen und Dortmund findet mehrfach in der Woche statt! Was will man im Korridor Mannheim/ Fulda machen? Vorzeitig in Göttingen wenden? Diese Züge haben längere "Restlaufwege". Bin mal gespannt, wie diese Korridorgeschichte weiter geht, denn dieses Jahr in NRW in Echtbetrieb übergehen dürfte interessant werden, da man immer noch Personal sucht (und nicht findet) - einzig die Führungskräfte sind schon da.... Ich befürchte, irgendwann geht es aus wie Planstart: von denen hört man auch seit längerem nichts mehr! Und die eigentlichen Probleme bestehen heute noch.

Ebenfalls gespannt bin ich auf die Umstrukturierung der Werke. Ob ein mehr MA allein eine Lösung sind? Fehlende Ersatzteile wegen aufgelassener Lagerhaltung wären nur ein weiteres Beispiel, dass es zu lösen gilt.

Und noch eine grundsätzliche Frage: wo sollen all die "neuen" MA herkommen? Wo soll die Qualität herkommen?

treffend fand ich folgenden Ansicht:

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/kommentar-die-bahn-verpasst-die-noetige-reform-schon-wieder/23675938.html

Das Kernproblem der Konzerns ist aber weder mit einem modernen Betriebswerk noch mit der jetzt verabschiedeten „Agenda für eine bessere Bahn“ gelöst – egal, welche Programme, Projekte und Pläne auch immer verabschiedet werden.

...
Was oben beschlossen wird, kommt unten nicht an. Was unten an Expertise vorhanden ist, wird oben nicht gehört
Das hat man erfolgreich geschafft und es wird schwierig das umzukehren, so es denn gewollt ist! Eben diese Projekte und einhergehend ein erneutes Aufschwämmen des Wasserkopfes scheinen mir das eigentliche Problem zu sein!

MfG
maschwa
 

VT605

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Vor einem viertel Jahr wurde eine qualifizierte Ausgabensteuerung (quasi Ausgabenstopp) vom Vorstand durchgesetzt und jetzt will man mit den Mrd. auf einmal nur so um sich werfen? Und das neue Werk in Köln-Nippes, nach allem was ich von Koll. gehört habe gab es dort eine Reihe von Fehlplanungen und Mängel beim Bau. Wenn man überlegt wie lange das Werk schon am "hochfahren" ist...Und die Störungen sind ja nicht nur ein Problem der Werkstätten, des Mangels an Werkstattpersonal und Ersatzteilen, es fängt ja schon beim Einkauf an. Bei 403 ist derzeit das Redesign gestoppt weil die neuen Geräte in der Galley so störanfällig sind das die meisten Züge mit geschlossenem Speisewagen rumfahren. Aber das kommt eben dabei raus wenn im Einkauf vor allem der BWLer das Sagen hat.
 

maschwa

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Juhu, Deutschland hat nicht nur 80 Mio Bundestrainer sondern auch 80 Mio Bahnchefs (alles eigentlich nichts neues), die nun alle ihre Meinung kundtun. Es ist egal, ob Politiker, wirtschaftlich geprägte Experten. Jeder weiß es besser. Eines vergessen sie alle: die, die täglich damit zu tun haben:

Beispiele gefällig?

https://www.hna.de/politik/bahn-chaos-verspaetungen-fragen-und-antworten-10709186.html
Experte zum Chaos bei der Deutschen Bahn: „Niedrigpreise waren Fehler“
Der gute Mann erzählt vielen im Konzern wirklich nichts Neues! Sowohl die Beteiligungen als "global player" als auch das Nachziehen als Konkurrenz zum Fernbusmarkt sind bekannte Probleme, deren Ursache in den der Politik liegen!

Noch besser finde ich dann wieder Frau Baerbock in einem Interview:

https://www.morgenpost.de/politik/article215863859/Gruenen-Chefin-Die-Bahn-ist-wirklich-schlecht-ausgeruestet.html

Grünen-Chefin: „Die Bahn ist wirklich schlecht ausgerüstet“
Grünen-Chefin Annalena Baerbock spricht über den Aufstieg ihrer Partei, eigene Erlebnisse mit der Bahn – und über Gewalt gegen Frauen.
...

Uns würde noch interessieren, ob Sie der Deutschen Bahn verziehen haben, die Ihre Kinder in Berlin nicht in den ICE steigen ließ.

Baerbock : In der Situation war das für mich als Mutter ein Schreckmoment, so wie sicher für jede andere Mutter und jeden anderen Vater auch. Ich war echt sauer und habe deswegen spontan meinen Tweet abgesetzt, der dann so viel Wirbel ausgelöst hat.

Der Punkt ist aber: Millionen von Menschen fahren jeden Tag Bahn. Sie sind darauf angewiesen, dass die Züge funktionieren und verlässlich sind, damit sie zur Arbeit oder zu ihrer Familie kommen. Der Bahnhof Spandau, an dem meine beiden Töchter mit meinem Mann standen, wurde nicht angefahren, weil ein Teil des Zuges gar nicht einsatzbereit war. Die Bahn ist wirklich schlecht ausgerüstet. Ein Großteil vor allem der ICEs ist in einem Zustand, der nicht für den Dauereinsatz taugt. Das ist ein großes Problem. Die Bahn muss dafür sorgen, dass es Ersatzzüge gerade zu Stoßzeiten gibt. Um das zu finanzieren, sollte die Bahn wieder zu ihrem Kerngeschäft zurückkommen.

Worauf wollen Sie hinaus?

Baerbock : Die Bahn sollte ihre Tochterunternehmen Arriva und Schenker verkaufen und das Geld in Züge und Strecken investieren. Kernaufgabe der Bahn ist der Personen- und Güterverkehr auf der Schiene. Wenn wir die weltweit vereinbarten Klimaziele umsetzen wollen, geht das nur mit einer zu 100 Prozent funktionsfähigen Bahn. Nur das motiviert Menschen, vom Auto auf die Bahn umzusteigen.

Im ländlichen Raum müssen wir dafür sorgen, dass Ortschaften am Schienennetz bleiben. Auf dem Land darf kein einziger Bahnhof mehr geschlossen werden. Im Bundesverkehrswegeplan brauchen wir einen neuen Ansatz: Vorfahrt für die Schiene.

Sollte Ihr Tweet eine Reformdebatte auslösen?

Baerbock : Ich habe meinen Tweet bewusst an die Bahn selbst geschickt, um auf das Problem dahinter hinzuweisen. Wenn dadurch jetzt die Reformdebatte an Fahrt gewinnt, umso besser. Als Politikerin will und muss ich sagen, wie es besser gehen kann. Zu den Problemen gehört auch, dass sich viele Menschen in diesem Land ein ICE-Ticket gar nicht leisten können. Mobilität ist aber praktisch ein Grundrecht. Wir müssen dafür sorgen, dass eine vierköpfige Familie mit niedrigem Einkommen auch Fernverkehrstickets bezahlen kann. Daher sollte für sämtliche Bahntickets der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent gelten.
In vielem hat sie Recht, aber die Politik ist Mitschuld an dieser Misere! Und "noch billiger" fordern ist auch nicht die Lösung. Wozu brauchen wir eine derartige Mobilität? Diese Frage stelle ich mir auf der Straße, am Flughafen, an den Kreuzfahrtterminals und der Schiene. Mehr bedeutet immer auch mehr Zulauf, billiger bedeutet mehr. Die Konsequenz der Forderung wäre erstmal die Schaffung der Voraussetzungen! Und in jedem Produktbereich gibt es teurere Angebote und eben preiswertere. Das gilt auch für ICE, die mal Qualitätsansprüche befriedigen sollten zu eben einem höheren Preis. Diese ständige "Billiger- Diskussion" führte ebenfalls zum derzeitigen Zustand. Wer soll denn für immer billiger noch arbeiten, wenn alles nur auf die Lohnkosten drückt? Und dann beschweren wir uns über Fachkräftemangel? Wundert mich nicht wirklich, wenn ich in den Stellenmarkt schaue! Übrigens überschätzt sie sich, wenn sie meint, ihr Erlebnis vom vorigen Wochenende würde "endlich" eine Diskussion über die Bahn " in Gang bringen. Nochmal, die Grünen waren jahrelang in Regierungsverantwortung, saßen jahrelang im AR. Und was ist passiert? Nichts! An die eigene Nase fassen wäre demütiger als ständige Forderungen gegen die Belegschaft, die das ganze Chaos schlussendlich ausbaden müssen!

Übrigens, um den Zwiespalt mal zu verdeutlichen und auch um @VT605 's Anmerkung zu untermauern:

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/deutsche-bahn-der-sparkurs-zahlt-sich-aus-bahn-erreicht-wohl-anvisierten-betriebsgewinn/23677672.html

DEUTSCHE BAHN
Der Sparkurs zahlt sich aus – Bahn erreicht wohl anvisierten Betriebsgewinn

Trotz massiver Probleme in verschiedenen Unternehmensbereichen glaubt Bahnchef Richard Lutz daran, dass die Bahn den anvisierten Betriebsgewinn erreichen wird.
Merkt ihr was? Das ist doch ein absoluter Widerspruch! Ein Unternehmen, welches der Daseinsvorsorge gilt muss Gewinne machen?! Und zeitgleich fordert es Geld vom Eigentümer für die Verbesserungen?! Wohin gehen die Gewinne? An den Eigentümer! Wenn das Geld doch zielorientiert eingesetzt werden könnte, dann wäre das ja noch nachvollziehbar. Aber jahrelang wurden Gewinne zur Stabilisierung der schwarzen Null im Etat genutzt! Politisch völlig sinnfrei und wirtschaftlich absolut widersprüchlich. Und eine Ausgabensperre im Konzern bei gleichzeitigem Verbesserungswunsch?! Ich gebe auf darüber nachzudenken! Es läuft sowieso immer auf das Selbe heraus und das nun schon seit 1994 (24 Jahre!!!), ohne das dagegen gesteuert wird oder auch nur ein Ziel (außer dem der Mitarbeiterverbilligung) erreicht wurde. Mittlerweile ist selbst der Schuldenstand ja höher als 1994! Welch ein Witz, wenn dann noch jährliche Gewinne an den Eigentümer abgeführt werden müssen die nicht mehr zweckgebunden zurückfließen! Und auch in den "Verbesserungen" im Werkebereich lese ich zu oft: Fremdfirmen, Siemens, .... Dazu 200 neue Mitarbeiter, die auch erstmal qualifiziert und eingearbeitet werden müssen. Wenig Konsequenz nenne ich das! Entweder alles per Wartungsvertrag an den Hersteller oder alles Selbst mit den entsprechenden Kosten für Personal und Lagerhaltung! Dieser Mischmasch führt nur zu unendlichen Schuldzuweisungen. Das es besser geht sieht man z.B. an den HGV- Zügen in Russland... Aber das will ja keiner!

MfG
maschwa
 

maschwa

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Also die Propaganda läuft schonmal:


Das sind die Verspätungs-Brennpunkte der Bahn in diesem Jahr

Die vielen Reparaturen am Netz sind ein Grund für verspätete Züge. Wo genau gebaut wird, zeigt eine Karte der Deutschen Bahn. Und der Konzern verspricht Besserung: „Plankorridore“ und „kundenfreundliches Bauen“ sollen die Pünktlichkeit steigern.
Die Aussagen zum Plankorridor lassen mich müde lächeln. Neu ist Disposition ja nun nicht wirklich... die Auswirkungen dieser Art von Disposition ist aus meiner Sicht eher bescheiden, in manchen Fällen sogar kontraproduktiv. Ohne Ressourcen geht's eben nicht.... Aber die genannten Statistiken erstaunen mich schon... die Pünktlichkeitsentwicklung wird die Wahrheit zeigen!

MfG
maschwa
 

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Das sehen die beim Plankorridor ganz anders, laut unserer Tf-aktuell haben die den Reisenden an einem Tag zwischen Dortmund und Köln 45 min Verspätung und 11 Zugfolgekonflikte erspart, zwischen Fulda und Mannheim noch viel mehr. Wie du schon sagst, die Propaganda läuft, die müssen ja ihre Existenzberechtigung zeigen, wer weiß was die sich alles zurechnen als Erfolg...
 

Traindriver

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Also die Propaganda läuft schonmal:




Die Aussagen zum Plankorridor lassen mich müde lächeln. Neu ist Disposition ja nun nicht wirklich... die Auswirkungen dieser Art von Disposition ist aus meiner Sicht eher bescheiden, in manchen Fällen sogar kontraproduktiv. Ohne Ressourcen geht's eben nicht.... Aber die genannten Statistiken erstaunen mich schon... die Pünktlichkeitsentwicklung wird die Wahrheit zeigen!

MfG
maschwa
In dem Artikel steht auch was von mehr Personal an den Strecken, wo Baustellen sind.
Woher kommt dieses Personal, Herr Profalla?
 

olso001

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Bahnchef Richard Lutz „Wer depressiv veranlagt ist, sollte besser nicht zur Bahn gehen“

Für die schwierige Lage der Bahn findet Richard Lutz deutliche Worte. Der Vorstandsvorsitzende über pünktlichere Züge und Zukunftspläne. Ein Interview.

 

maschwa

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Meinte er sich oder die Mitarbeiter?

MfG
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Zitat aus dem Artikel:

Was wir unterschätzt hatten, war der Einfluss von mangelnden Kapazitäten auf Betriebsqualität und Pünktlichkeit.
Mehr Inkompetenz kann man nicht beweisen! Auch ohne Managementstudium weiß der Laie: wenn Glas voll dann voll und läuft über (Infrastruktur) und wenn ich nichts zu reinkippen habe, bleibt das Glas leer (Personal)! Das beweist auch, dass die externen Berater keine Ahnung hatten. Man hätte vielleicht Leute fragen/ einstellen sollen, die das wissen! Wäre zielführender und preiswerter gewesen.... seine Aussage ist ein Offenbarungseid!

Übrigens können gestandene Mitarbeiter durch solche Aussagen depressiv werden!

MfG
maschwa
 
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Traindriver

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Bahnchef Richard Lutz „Wer depressiv veranlagt ist, sollte besser nicht zur Bahn gehen“

Für die schwierige Lage der Bahn findet Richard Lutz deutliche Worte. Der Vorstandsvorsitzende über pünktlichere Züge und Zukunftspläne. Ein Interview.

...und was ist nach seiner Meinung mit den Mitarbeitern, die depressiv geworden sind?
 


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