Lustige Erlebnisse rund um den Kundenkontakt

rainer

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BLOaner

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*tststs* Der blanke Neid! Typisch deutsch... ähm SK!
 

Simulant

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Unser Ausbilder hat immer gesagt: "Sie fahren wie ein junger Gott. Das Problem dabei ist, dass Gott kein Lokführer ist."
 

Koelnbahner

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Also dann gebe ich auch mal eine Geschichte zum besten. Noch heute muss ich den Kopf darüber schütteln.
Ich als Fdl- Helfer / Zugansager. Richtung Bahnsteig unterwegs: Eine Dampfzugsonderfahrt (Durchfahrt durch den Bahnhof).
Das war so 1998 glaube ich. Kann auch 99 gewesen sein. Seinerzeit war in der Diskussion, ob man durchfahrende Züge ansagt oder nicht. Wegen der Haftung. Bei einem Dampfzug aber hab ich mir gedacht, dass ich den ansage.
Ich also: "Verehrte Fahrgäste, bitte Vorsicht auf Gleis 1! In Kürze erfolgt eine Dampfzugsonderfahrt! Der Zug fährt durch!"
Was passiert: Anstelle das die Leute zurücktreten, sammeln sich plötzlich die Menschen, die vorher auf dem Bahnsteig und im Empfangsgebäude verstreut waren, alle an der Bahnsteigkante des Gleises 1 und gucken wo der Dampfzug bleibt!
Ich also wieder, deutlicher, lauter und wiederholend: "In Kürze eine DAMPFZUGSONDERFAHRT! Bitte treten Sie vom Bahnsteig ZURÜCK!!"
Jetzt gab es kein Halten mehr, alles im Umkreis um den Bahnsteig sowie vom angrenzenden Busbahnhof (höhengleich zum Bahnsteig) sammelt sich plötzlich auf Gleis 1 und will den Sonderzug sehen! Klar, fährt ja auch nicht alle Tage vorbei.
Es kam, wie es kommen musste: Der Dampfzug kam und pustete eine schöne dicke Rauchwolke über den Bahnsteig.
Kurze Zeit später Anruf von der FKA: Ein Gast hätte sich über eine nun angeblich versaute Hose beklagt. Die Kollegin von der FKA hat natürlich unsere Durchsagen gehört und den Mann gefragt, ob er denn den von uns durchgesagten Warnhinweis nicht gehört hätte.
"Doch schon" habe dieser entgegnet, "diese Durchsage habe er aber eher als Einladung zum Bestaunen eines vorbeifahrenden Dampfzuges gehalten" und sei deshalb, wie alle anderen auch, "extra gucken gegangen wenn so ein schöner alter Dampfzug vorbeifährt".
Kollegin der FKA meinte, ich hätte der Bahn mit meiner gut gemeinten Ansage eigentlich einen Bärendienst erwiesen.
Heute denke ich, dass sie Recht hatte...
 

Altersstarrsinn

Forenphilosoph
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[OT]Mit so einer Story kann ich auch dienen.
Vor Jahren, ich als Fdl-Helfer im Einsatz, war für das Frühstück zuständig. Der Zm war dabei, einen Eilzug (so lange ist das schon her) nach XY mit 10 Minuten Verspätung anzusagen, als ich zur Kantine gelatscht bin. Man konnte sehen, wie die Reisenden sich in Richtung Empfangsgebäude zurückzogen. Ein paar Minuten später zurück, dabei die Durchsage "Bitte Vorsicht an Gleis X, eine Durchfahrt" laut und deutlich gehört.

Was macht das Volk? Schnappt sich das Gepäck und die Familienangehörigen und flitzt zur Bahnsteigkante. Dort wird gespannt in die Richtung Ausschau gehalten, aus der der Zug ja jetzt kommen muss. Er kam nicht, dafür rasselte von der anderen Seite laut pfeifend unsere Köf mit einem Pendel durch.
[/OT]

Durchsagen sind gefährlich. Sie verleiten Reisende zu irrationalem Tun, sie bringen durch solche unbedachten Aktionen sich und andere in Gefahr. Wäre man auf die Sicherheit der Reisenden tatsächlich bedacht, ließe man diese erst aus einer gesicherten Zwischenlagerung auf den Bahnsteig, wenn der Zug steht und absolut keine Gefahr für Reisende mehr besteht.


Gruß

A.
 

chris232

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"Bitte beachten Sie, der letzte Wagen befindet sich heute am Schluss des Zuges." Und dann einfach mal vom Turm spähen wie das Gewusel losgeht...

Besser fand ich noch zu Zeiten als das nicht so genau genommen wurde die Ansagen auf einem meiner "Heimatbahnhöfe" für einen internationalen Zug. Wenn ein recht junger Ansager da war: "Meine Damen und Herren, auf Gleis x fährt in kürze ein, Eurocity xy von ... und .. nach ... über ..., ..., ... und ... Die erste Klasse... Der Speisewagen... Wir wünschen Ihnen... Ladies and Gentlemen... Mesdames et monsieurs..." Hat schon mal zwei Minuten gedauert. Derselbe Zug bei einem alten Beamten: "Gleis x Zug fährt ein."
 

Altersstarrsinn

Forenphilosoph
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[OT]Als wir damals jeden bl***n Zug mit einem fröhlich geschmetterten "Willkommen in (Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch)! Der jetzt blabla..." begrüßen sollten, habe ich mich demonstrativ geweigert, weil ich diesen Sch**** nicht für würdig genug gestaltet ansah. Eine "richtige" Begrüßung sieht so aus:
(ab etwa 0:44)
Was sprach dagegen, so etwas auch auf den Bahnhöfen, mit handverlesenen Musikstücken untermalt durchzuführen?
Berufsverkehr:
Interpret Geier Sturzflug, Titel "Bruttosozialprodukt"
Schülerverkehr: Interpret Pink Floyd, Titel "Another Brick In The Wall"
Hausfrauen und Touristen: Interpret Abba, Titel "Money, Money, Money"
Fußballsonderzug BVB 09: Interpret Hans J. König, Titel "Blau und Weiß wie lieb ich dich"
Im Anschluss Eintrag im Arbeits- und Störungsbuch: "Lautsprecheranlage durch randalierende Fußballfans erneut gestört".[/OT]


Gruß

A.
 

maschwa

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Heute musste ich schmunzeln, denn ähnliches hatte ich auch schon erlebt:

https://www.focus.de/reisen/bahn/un...nicht-nach-1-klasse-aussieht_id_10615447.html

Unfassbar dreister Vorfall
Mann will Bahnticket von Nachbar sehen - weil der "nicht nach 1. Klasse aussieht"

Unfassbar dreister Vorfall in einem ICE: Weil ein Fahrgast angeblich "nicht so aussieht", als gehöre er in die Erste Klasse, hat ein anderer Gast gefordert, das Zugticket zu sehen. Darüber berichtet ein Twitter-Nutzer - und sorgt damit für einige Lacher.

MfG
maschwa
 

BLOaner

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Ooch.... fühlte sich ein Anzugkasper etwa belästigt, nur weil er in der Ledersitzabteilung mit normalem Volk konfrontiert wurde? Das hätte er mit mir mal machen sollen. Wäre plötzlich sehr laut und peinlich für ihn geworden! ?
 

Schweizkutscher

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Ooch.... fühlte sich ein Anzugkasper etwa belästigt, nur weil er in der Ledersitzabteilung mit normalem Volk konfrontiert wurde? Das hätte er mit mir mal machen sollen. Wäre plötzlich sehr laut und peinlich für ihn geworden! ?
Dann freu ich mich schon auf den September, wenn ich dann in Arbeitsklamotten (deutlich sichtbar nicht im Kundenkontakt) dann mein Sitzplatz im 1. Klasse-Bereich einnehme. Und wenn das in Basel geschieht, wird man den entrüsteten Aufschrei noch auf Rügen hören. :024::024::024:
 

Simulant

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Da gab er unlängst die Begebenheit, da eine ausländische, aber gut betuchte, Frau mit ihren Kindern extra die 1. Klasse gebucht hatte, damit ihre Kinder niemanden stören. Der Zugbegleiter hat noch vor der Kontrolle sofort mit "raus hier!" reagiert.

Und ein paar Jahre ist es her, da hat ein dunkelhäutiger in der 1. Klasse gesessen:

"Weiß Bimbo wo er hin will?`" - Ja, Bimbo weiß wo er hin will.

"Hat Bimbo auch eine Fahrkarte?" - Ja, Bimbo hat auch eine Fahrkarte.

Und Bimbo ist Rechtsanwalt.
 

Traindriver

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Da gab er unlängst die Begebenheit, da eine ausländische, aber gut betuchte, Frau mit ihren Kindern extra die 1. Klasse gebucht hatte, damit ihre Kinder niemanden stören. Der Zugbegleiter hat noch vor der Kontrolle sofort mit "raus hier!" reagiert.

Und ein paar Jahre ist es her, da hat ein dunkelhäutiger in der 1. Klasse gesessen:

"Weiß Bimbo wo er hin will?`" - Ja, Bimbo weiß wo er hin will.

"Hat Bimbo auch eine Fahrkarte?" - Ja, Bimbo hat auch eine Fahrkarte.

Und Bimbo ist Rechtsanwalt.
So kann man sich blamieren....

Vom äußeren sollte man nicht unbedingt auf einen Menschen schließen, was er ist. ?

Ist mir aber auch schon passiert und war dann froh, daß ich meinen ersten Eindruck für mich behalten hatte. ?
 

Atlanta

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[OT]Mit so einer Story kann ich auch dienen.
Vor Jahren, ich als Fdl-Helfer im Einsatz, war für das Frühstück zuständig. Der Zm war dabei, einen Eilzug (so lange ist das schon her) nach XY mit 10 Minuten Verspätung anzusagen, als ich zur Kantine gelatscht bin. Man konnte sehen, wie die Reisenden sich in Richtung Empfangsgebäude zurückzogen. Ein paar Minuten später zurück, dabei die Durchsage "Bitte Vorsicht an Gleis X, eine Durchfahrt" laut und deutlich gehört.

Was macht das Volk? Schnappt sich das Gepäck und die Familienangehörigen und flitzt zur Bahnsteigkante. Dort wird gespannt in die Richtung Ausschau gehalten, aus der der Zug ja jetzt kommen muss. Er kam nicht, dafür rasselte von der anderen Seite laut pfeifend unsere Köf mit einem Pendel durch.
[/OT]

Durchsagen sind gefährlich. Sie verleiten Reisende zu irrationalem Tun, sie bringen durch solche unbedachten Aktionen sich und andere in Gefahr. Wäre man auf die Sicherheit der Reisenden tatsächlich bedacht, ließe man diese erst aus einer gesicherten Zwischenlagerung auf den Bahnsteig, wenn der Zug steht und absolut keine Gefahr für Reisende mehr besteht.


Gruß

A.
Moin,

ach diese Bahndienstvorschrift gab es mal...das Publikum (nicht unterwiesene Betriebspersonale und andere nicht unterwiesene Personale, Reisende und ihre Begleiter) dürfen erst nach Aufforderung den Bahnsteig oder eine Ladezone betreten, wenn der Bahnverkehr im betreffenden Gleisabschnitt in den Ruhe-Halt Zustand versetzt wurde und dieses mit Signalen für das Betriebspersonal kenntlich gemacht wurde...nachzulesen inder EBO von 1904
 

Semi Silesian

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BHS i.R.
In meinen knapp 39 Dienstjahren habe ich reichlich erlebt und dabei auch reichlich Spaß gehabt.
Ich komme mitten aussm Ruhrpott und bin wie die meisten aus dieser Ecke nich´auffm Mund gefallen und entsprechend schlagfertig mit der Klappe.


Aus meiner Zeit in der Fka fallen mir noch folgende Begebenheiten ein:


Reisender:
"Sie sind doch die Information ?
Wo bekomme ich auf die Schnelle eine Karnevals-Kostüm her ? "

Ich:
"Bei mir - ich hab´noch alte Dienstkleidung in meinem Spind"


Reisende,Anruf bei der telefonischen Reisauskunft

"Wann fährt der Durchzug ?"

Ich: "Direkt durch Ihre Wohnung,wenn Sie mindestens 2 Fenster geöffnet haben"


2 Reisende :
"Wo kann man sich in Ihrer Stadt so richtig amüsieren ?
Sie wissen schon..."

Ich: "Auffe Vulkanstraße (Rotlichtviertel) -selbst getestet,ab 30 DM sind sie dabei"

Reisender,dem eine Verbindung mit mehrmaligem Umsteigen nicht so zusagte:

"Ich glaub´ich spinne"

Ich: "Hmm,das glaube ich auch"

Mein Chef:
"Hier sind noch so viele junge Kolleginnen und Kollegen ohne Partner,das finde ich schade"

Ich: "Das ist eben wie bei der EPA (altes Reservirungs-System)-gemeinsame Unterbringung nicht möglich"


Als Schließfach-Aufsicht habe ich doch tatsächlich mal einen Herren schlafend im großen Schließfach vorgefunden und dort herausgeholt,nachdem ihm sein Kumpel dort hineinverfrachtet hat - wie auch immer er dat geschafft hat.

Ich: "Hömma,ihr zwei-dat is´nich dat Walldorf Astoria und Air Condition is´da auch nich` drinne"
 


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