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Infrastrukturinvestitionen in Deutschland - Dresden ein Beispiel



maschwa

Antipath
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Dank Investitionsrückstau, Fehlentwicklungen und neuer Prioritätensetzung geht den Kommunen und Ländern das Geld für dringende Infrastrukturmaßnahmen aus. Alle haben über Jahre gespart an allem und das rächt sich nun:

http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Dresden-fehlen-15-Millionen-Euro-Foerdergeld-fuer-den-Strassenbau

Platzt die Reparatur der Carola-Brücke? Dresden fehlen 15 Millionen Euro Fördergeld für den Straßenbau
Nur für zwei mickrige Vorhaben bekommt Dresden Straßenbau-Fördergeld vom Land. Geplant war aber viel mehr. Deswegen drohen nun einige Vorhaben zu platzen. Ist die Reparatur der Carolabrücke darunter?
Diese ganze Förderpolitik ist doch für die Katze. Es wird geplant, gerechnet und dabei mit Geldern gerechnet, die man noch gar nicht hat obwohl die Planungen abgeschlosen sind und gebaut werden kann oder tw. schon vor der Förderzusage begonnen! Wie bekloppt ist das denn? Und nun? Jetzt muss das Geld wieder woanders zusammengekratzt werden... Hier rächt sich auch die fehlende Investition zu Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen und Kapazitäten. Nun gehen die Einnahmen zurück, Kapazitäten sind längst eingeschrumpft und man bekommt nix mehr.... Ergebnis: Es wird sich nichts ändern (oder nur sehr langsam)!

Wenn ich allein folgendes lese, zeigt sich das Melheur:

Um die neue Sparsamkeit zu begründen, verweist Dulig auf andere Schwerpunkte, die die schwarzrote Landesregierung gesetzt habe: So werde das Geld vorrangig in Personal und die Ausstattung, in die Bekämpfung des Lehrermangel und den flächendeckenden Breitbandausbau gesteckt.
Toll, jetzt wird dort, wo man sich schon kaputtgespart hat investiert und dafür tun sich neue Probleme auf! Personal wurde seit Mitte der 90'er gegen jede Vernunft in Behörden, Verwaltungen, Polizei geschrumpft. Es wurde an Ausstattung gespart. Der Breitbandausbau wurde verschlafen. Und nun? Jetzt wird saniert um neue Sanierungsfälle zu schaffen! Welch ein irrsinn! Und dabei steht Dresden nur als exemplarisches Beispiel für Deuschland! Sollte es sich bewahrheiten, dass die Wirtschaft und somit die Steuereinnahmen zurückgehen, sollte die Umweltrettung extrem teuer werden (und das wird sie, so wie es sich derzeit abzeichnet) wird aus dem Sanierungsfall ein hoffnungsloser Fall. Und für den Steuerzahler bleibt weiterhin nichts anders übrig, als noch mehr Steueren und Beiträge zu zahlen nach jahrelanger Misswirtschaft der Regierungen ab der Jahrtausendwende. So ehrenwert die schwarze Null war, so sehr rächt sie sich auch. Das einzige was stieg sind wohl die Sozialausgaben.... Der Arbeitende wird es merken!

Weil wir gerade dabei sind:
http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Zoff-ums-365-Euro-Ticket-in-Dresden

Zoff ums 365-Euro-Ticket in Dresden
Die CDU und die Linken wollen mit einer deutlich günstigeren Jahreskarte Bus und Bahn attraktiver machen. Vertreter der Verkehrsbetriebe und der Grünen sind allerdings überzeugt, dass das nichts bringt. Sie warnen stattdessen vor drastischen Folgen.
So ehrenhaft dies aus umweltpolitischen Gründen dargestellt wird, so verlogen ist das ganze, denn entweder unterbleiben durch den Fehlbetrag Investitionen oder der Kunde zahlt trotzdem mehr, nämlich über Steuern, Gebühren und Abgaben! So wird die Energiewende und der Umweltschutz nicht gelingen! Zum anderen ist das ganze auch kein Zeichen für die Arbeitnehmer, die nicht nur Steuern zahlen, sondern auf lange Sicht die Arbeitsplätze immer billiger machen. Ob nun durch Rationalisierung oder durch andere Einsparungen, ist völlig egal! Ich höre die Argumente schon bei den nächsten TV!


MfG
maschwa
 
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Simulant

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Im anderem Atemzug bemängeln Bund und Land dass Fördergelder nicht zeitnah abgerufen wurden.
 

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Zum Zeitnah abrufen gehört eben auch ein vollständig ausgefüllter Antrag, der alle notwendigen Anhänge beinhaltet und vollkommen - um nicht zu sagen absolut - fehlerfrei ist. Wenn dieser Papierwust eingedämmt werden könnte, dann könnte es auch mit rechtzeitigen Anträgen, inkl. Auszahlung was werden.
Überall fehlt Personal, die Verwaltung tut so, als ob Heerscharen von Verwaltungsmitarbeitern nur auf Arbeit warten würden.
 

Traindriver

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Wer soll die Anträge aber fehlerfrei erstellen, bei dem Personalabbau und Verlust von Erfahrung? Ausserdem sind die Anträge bestimmt so umfangreich und teilweise sich widersprechend, das da Fehler vorprogrammiert sind.

Es ist echt eine Schande, wie da Steuergelder verschwendet werden für immer neue Planungen und wenig Umsetzungen.

Beispiel auch unsere Megahubanlage hier.
1. Spatenstich war 20.9.1992... Wirklicher Baubeginn in 2017 und immer noch nicht fertig.... Aber man sieht langsame Fortschritte
 


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