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National Geld für die Pünktlichkeit - wofür eigentlich? (1 Besucher)

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maschwa

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#1
http://www.faz.net/aktuell/wirtscha...verbesserung-der-puenktlichkeit-15885004.html

Ergebnisse bis Frühjahr 2019 : Bahn will fünf Milliarden Euro zur Verbesserung der Pünktlichkeit

Die Züge der Deutschen Bahn sollen wieder pünktlicher werden. Dafür fordert sie 4,9 Milliarden Euro vom Staat. Verkehrsminister Scheuer will allerdings schnell Belege, dass sich die Investition auch auszahlt.
Hm, bis Frühjahr 2019 will Scheuer Ergebnisse, dafür will die Bahn 5 Mrd. €.... Nur wofür eigentlich?

MfG
maschwa
 

VT605

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#2
Das wird wohl der Ausbau der Knoten sein. Vielleicht teilt man ja auch die Forderungen für die "digitale Schiene" in kleine Häppchen auf, 30 Mrd auf einmal hört sich ja so gierig an. Oder man fängt damit Kostensteigerungen anderer Projekte auf, siehe das Dach in Duisburg.
 

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#4
Milliarden!!Nicht Millionen.......
Wobei das egal ist.Was seit 1994 an die Wand gefahren wurde,lässt sich jetzt auch nicht mehr ausbeulen!!Egal mit wieviel Milliardonen.
 

VT605

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#5
Ups, natürlich waren 7 Mrd. gemeint.
 

sbb.lokmaster

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#6
Das wird wohl der Ausbau der Knoten sein. Vielleicht teilt man ja auch die Forderungen für die "digitale Schiene" in kleine Häppchen auf, 30 Mrd auf einmal hört sich ja so gierig an. Oder man fängt damit Kostensteigerungen anderer Projekte auf, siehe das Dach in Duisburg.
Nur der Knotenausbau alleine wird es nicht richten. Wir haben zu viele La-Stellen an den Strecken, die alleine nur auf den Jahrelang vernachlässigten Unterhalt am Gleis, aber auch drumherum verursacht sind. Diese müssen beseitigt werden, dann läuft es auch wieder Flüssiger, denn wenn man auf einer Strecke, wo wegen Oberbaumängeln man von 160 auf 70 runter muß, dann sind mal schnell 2-3 Minuten drin. Und erst recht die Güterzüge, die zwar meist nur von 100 dort auf 70 runter müssen, die brauchen nun mal länger wieder auf Tempo zu kommen als ein ICE/IC oder ein Regionalzug.

Sicher, auch in einigen Knoten muß was getan werden, denn inzwischen sind an nicht wenigen Knoten die Gleisanlagen für die heutigen Zugläufe nicht ausgelegt. Es gibt zu viele Fahrwegüberschneidungen und damit Fahrstrassenausschlüsse, die eine dichtere Zugfolge verhindern. Klar kann man durch wesentlich mehr Auflösepunkte der einzelnen Fahrwege die Zeiten für das neue Einstellen eines anderen Fahrweges verkürzen, aber auch da sind irgendwann Grenzen erreicht, weil sich ja meist die Ankunfts- und Abfahrtszeiten rund um die Fernzugfahrzeiten knubbeln.

Und gerade unter Regide Mehdorn hat man viele Ausweichen/Überholungen in Bahnhöfen zurückgebaut, so das gerade bei eingleisigen Strecken eine Kreuzungsverlegung meist unmöglich ist.

Nur ein Beispiel von einer Strecke, auf der ich Jahrelang gefahren bin. Basel Bad. Bf.- Lörrach- Zell im Wiesental: Da hat zum Beispiel der aus Basel kommende Zug +5 wegen Anschluß und auch ggf. noch Kreuzende Fahrwege mit den Zügen zur Hochrheinstrecke ri. Schaffhausen. Und im Berufsverkehr kommt man meist mit den geplanten Haltezeiten nicht hin, so das die Verspätung nicht weniger wird, sonder meist sogar noch 1-2 Minuten hinzukommen. Jetzt kreuzt dieser Zug in Schopfheim mit dem Gegenzug nach Basel. Die Zeitdifferenz zw. Ankunft von Basel und der Abfahrt nach Basel liegt bei 1 Minute.
Da entsteht das Dilemma: Entweder wartet der Zug nach Basel in Schopfheim auf den Zug aus Basel, und hat dann im Schnitt +5-6, womit die Anschlüsse in Basel Bad gefährdet sind, weil da die Übergangszeiten zum Teil nur bei 5-6 liegen.
Oder aber es wird entschieden, das der Zug in Schopfheim nach Basel plan abfährt und mit dem verspäteten in Steinen (Entfernung rund 7 km mit 2 Zwischenhalten) kreuzt, wodurch dieser dann noch mal 7-8 Minuten drauf bekommt. Ausserdem steht dann vor der Einfahrt in Steinen noch die S5 von Weil am Rhein, die erst dann einfahren kann, wenn der Zug ri. Schopfheim-Zell weg ist. Durch diese Doppelkreuzung bekommt zwar der Zug nach Basel ab Steinen gut 2 Minuten+ mit, aber das geht noch, und das kann ggf. noch wieder eingefahren werden, zumindest bei einem der beiden Takte, weil da in Lörrach und in Riehen Niederholz etwas Zeitpuffer ist.

Bis ca. 2004/2005 gab es in Maulburg, in etwa auf halber Strecke zw. Schopfheim und Steinen auch noch einen Bahnhof mit 2 Gleisen, die auch beide einen Bahnsteig aufwiesen. Allerdings wurde dieser damals zu einem Haltepunkt mit eben nur noch einem Gleis und Bahnsteig zurückgebaut. Der zweite Bahnsteig liegt seit dem Brach, ist aber noch vorhanden. Hätte man diese Kreuzungsmöglichkeit heute noch, würde sich der Betrieb vereinfachen und auch die Folgeverspätungen wegen Kreuzungsverlegung reduzieren.
Man müßte also das zweite Gleis wieder einbauen, oder gar besser noch, die Strecke von Basel bis Schopfheim durchweg 2-Gleisig ausbauen.

Aber das hier aus dem Südwesten geschilderte Szenario läßt sich ja Problemlos auf viele andere Strecken in Deutschland übertragen. auch dort wurden vor 15-20 Jahren viele Ausweichen/Überholungen zurückgebaut, weil man Sie ja nur vergleichsweise selten nutzte, und vor allem natürlich die Weichen ja Unterhaltungskosten verursachten.
Das ganze Rückbauen fällt uns jetzt, neben dem vielerorts vernachlässigtem Unterhalt immer mehr auf die Füsse.
Da müßte an vielen Orten schnellstens was passieren, sonst wird sich an der Pünktlichkeit langfristig nicht viel verbessern.
Und da werden sicherlich erheblich mehr Mittel benötigt, als die derzeit genannten 7 Milliarden. Und da ja damals der Bund das alles mit geduldet und demzufolge mitverantwortet hatte, ist dieser da auch mit in der Plicht, denn die Bahn alleine kann das nicht stemmen.
 

Traindriver

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#7
Geld alleine baut noch keine Gleise oder Brücken.
Es muß geplant und gebaut werden, von Fachleuten. Wo sind diese und haben Sie Zeit?
 
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