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Fragen zur Wiedereingliederung...



TausOB

BF Neuling
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Hallo zusammen,

kurz zu mir... Ich heiße Torsten,bin 44 Jahre alt,verheiratet,eine Tochter. Bei der DB Regio NRW seit dem 1.1.2017 als Busfahrer. Vorher 16 Jahre als Busfahrer bei einem Privatunternehmen.

Im Mai diesen Jahres hatte ich einen Schlaganfall. Zum Glück alles gut verlaufen. Nach der Reha usw. geht es mir wieder gut. Bus fahren darf ich leider nach diversen Untersuchungen nicht mehr. Es bestehen zwar keine motorischen Ausfälle oder so was,aber die Fahrerlaubnissverordnung lässt das nicht zu. Also Bus fahren darf ich zwar noch,nur keine Personenbeförderung mehr...

Anfang Oktober hatte ich das erste Gespräch mit einer Dame von der Wiedereingliederung. Zusammen mit zwei Teamleitern haben wir über meine zukünftige Stellung unterhalten. Hörte sich auch ganz toll an. Es sollte eine Stelle in der SEV-Planung für mich sein.

Es wurde eine Wiedereingliederung vereinbart mit einer Woche 4 Stunden,einer Woche 6 Stunden,dann Vollzeit. Am ersten Tag erschien ich in Düsseldorf. Mein Teamleiter war anwesend und wir waren guter Dinge. Dan kam der Betriebsleiter und erklärte das es im Moment nicht möglich wäre die Eingliederung zu starten. als Grund nannte er das die zuständigen Mitarbeiter im Moment sehr viel zu tun hätten und außerdem gar nicht vor Ort. In vier Stunden könnte man nichts vernünftig anlernen usw... Hörte sich plausibel an. Also fand man auf die schnelle was anderes. Betriebsdienst. Also Busse von der Werkstatt abholen und zuführen. Dazu noch einige andere Dinge. Soweit in Ordnung. Ich wollte ja wieder arbeiten.

Nach Ablauf der Zeit (letzten Donnerstag) dann ein Gespräch mit dem Teamleiter wie es denn weiter geht. Er sagte mir dann das in der Zwischenzeit diverse Sitzungen statt gefunden haben. Ergebnis: Die Stelle in Düsseldorf gibt es nicht. Kein Geld,keine Planung für diese Stelle. Noch besser: In meiner GmbH gibt es im Moment gar keine Stelle. Er war sehr erbost da er es dieser Form auch nicht wusste. Hilft mir in diesem Moment natürlich nicht weiter...

In der internen Stellenbörse habe ich nun zwei,drei Stellen gefunden auf die ich mich bewerben möchte. Eine davon ist der sog. "KiN". Am nächsten Donnerstag hab ich in Köln ein "Mitarbeiter Casting"... Was kommt da auf einen zu? Vorstellungsgespräch kenne ich,klar. Ist das einfach nur ein anderer Begriff für sowas?
Ich habe heraus gefunden das dieser Job halt nur eine neue Beschreibung für den "alten" Schaffner ist. Wobei jetzt keine Fahrscheine im Zug mehr verkauft werden.
Das dort Schichtdienst gearbeitet wird ist auch klar. Ist auch kein Problem,hab ich als Busfahrer auch. Wie sind da aber die normalen Abläufe? Ich komme zu "meinem" Zug,fahre dreimal die Strecke hin und her und hab dann Feierabend?

Sehr viele Fragen im Moment... Ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen?!

P.S. Falls ich das falsche Forum gewählt habe,bitte verschieben. War mir nicht ganz sicher ob Weiterbildung oder hier...
 

Martin

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Hallo,

KiN ist die Bezeichnung bei DB Regio für Zugbegleiter, du wirst also Nahverkehrszüge begleiten.
Fahrkartenverkauf dürfte durchaus zu deinem Aufgabenbereich gehören (sofern Automaten defekt sind und der Kunde keine andere Möglichkeit hatte), insbesondere aber die Fahrscheinkontrolle und Kundenbetreuung (Auskünfte geben, bei jedem Halt den Bahnsteig betreten um präsent zu sein etc). Bei dem Casting/Vorstellungsgespräch/Assessment Center wird man vermutlich insbesondere darauf achten, dass du in diesen Punkten glänzt. Der grimmige Busfahrer (Achtung Klischee!) den Fahrgäste nur nerven ist da nicht gefragt.

Wie das Schichtgefüge bei DB Regio NRW ist, müssen andere beantworten. Kann auch sein, dass du von deiner Heimat einmal nach A und über B und C wieder nach A fährst. Dürfte auch von der jeweiligen Dienststelle abhängen das die für Strecken fahren.
 

TausOB

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Wie das Schichtgefüge bei DB Regio NRW ist, müssen andere beantworten. Kann auch sein, dass du von deiner Heimat einmal nach A und über B und C wieder nach A fährst. Dürfte auch von der jeweiligen Dienststelle abhängen das die für Strecken fahren.
Laut Tarifvertrag (die Eingruppierung kann man in der Stellenbörse sehen) würde ich beim Grundgehalt ein wenig mehr verdienen. Welche Zulagen kommen den eventuell dazu? Bei mir ist es so gewesen das die gerade das "bisschen" mehr ausgemacht haben...
 

MD 612

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In der internen Stellenbörse habe ich nun zwei,drei Stellen gefunden auf die ich mich bewerben möchte. Eine davon ist der sog. "KiN". Am nächsten Donnerstag hab ich in Köln ein "Mitarbeiter Casting"... Was kommt da auf einen zu? Vorstellungsgespräch kenne ich,klar. Ist das einfach nur ein anderer Begriff für sowas?
Wie Du schon herausgefunden hast, es ist das, was volkstümlich als "Schaffner" oder "Zugbegleiter" bezeichnet wird. Im Zug Tickets prüfen, ggf. auch verkaufen, Auskünfte erteilen, Lautsprecheransagen zu den nächsten Anschlüssen, präsent sein...

Die Schichtgestaltung kommt auf die Einsatzstelle und auf das von dort aus gefahrene Netz an. Das kann 3x von A nach B und zurück sein, das kann aber auch A -> B -> A -> C -> A oder auch A -> B -> C -> A sein. Im Regelfall beginnt der Dienst immer in derselben Einsatzstelle und endet auch dort, auswärtige Übernachtungen sind zwar auch im Nahverkehr möglich, aber eher selten.

Bei uns (Regio Südost) gibt es ein normales Vorstellungsgespräch, nachdem entschieden wird ob ja oder nein. Spezielle medizinische Voraussetzungen sind ja nicht mehr nötlig, da keine betriebsdienstlichen Tätigkeiten mehr anfallen, daher auch keine Bahnarztuntersuchung. Dafür wird von den Bewerbern hier aber noch das Absolvieren einer "Schnupperschicht" erwartet. Man fährt da eine komplette Schicht bei einem gestandenen Kollegen mit, um das Arbeitsgebiet kennenzulernen. Das deshalb, weil viele Bewerber von außerhalb der Bahn nicht wirklich eine Vorstellung haben was sie eigentlich erwartet.

Das Anfangsgehalt liegt für die ersten fünf Jahre bei 2421 Euro plus etwa 300-400 Euro Zulagen (Nacht-, Samstag-, Sonntag-, Feitertagszulage, Fahrentschädigung), je nach Schichtgefüge. Die Ausbildung dauert etwa 12 Wochen, inklusive Praxisfahrten bei einem gestandenen Kollegen.

Viel Erfolg!

Gruß Peter
 

TausOB

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Ist es richtig das Schichten bis zu zwölf Stunden möglich sind? Oder das eine Schicht mit einer Pause von bis zu 5 Stunden,als "eine" Schicht bewertet wird? Also 6 Uhr Schichtanfang,Pause ab 10 Uhr,anfangen wieder um 15 Uhr,Schichtende 19 Uhr= ein Dienst.
Würde bei den Busfahrern als "geteilter Dienst" gelten.
 

MD 612

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Ist es richtig das Schichten bis zu zwölf Stunden möglich sind?
Das ist richtig. Wobei in solchen Schichten genügend Pausen sind (bezahlt und unbezahlt), um die nach Arbeitszeitgesetz erlaubten 10 Stunden reine Arbeitszeit nicht zu überschreiten.
Oder das eine Schicht mit einer Pause von bis zu 5 Stunden,als "eine" Schicht bewertet wird? Also 6 Uhr Schichtanfang,Pause ab 10 Uhr,anfangen wieder um 15 Uhr,Schichtende 19 Uhr= ein Dienst.
Theoretisch wäre das möglich, praktisch würde zumindest bei uns der Betriebsrat sein Veto einlegen. Wobei Unterbrechungen bis zu fünf Stunden abzüglich der gesetzlich vorgeschriebenen Pause (30 bzw. 45 min) voll auf die Arbeitszeit angerechnet werden.

Gruß Peter
 

TausOB

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Ok,danke!
10 Stunden waren als Busfahrer auch drin,nicht immer,aber hab ich auch schon gefahren...

Spielt im Moment zwar noch keine Rolle,trotzdem mal am Rande...
Wie sind denn die Möglichkeiten,wenn man sich im Nahverkehr bewährt hat,auf den Fernverkehr umzusteigen? Oder ist davon abzuraten?
 

Knallkopf

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Was sagt eigentlich der Bahnmediziner zu deiner gesundheitlichen Vorgeschichte ? Gibt er da sein grünes Licht ?
Und ein , so ein Schuß vor dem Bug , im Leben sollte doch reichen ! Vielleicht sollte in solchen Fällen auch einmal ein junger , gesunder aus seinen Büroplatz räumen für den gesundheitlich angeschossenen und selber draußen in der Praxis Dienst tun .
 

MD 612

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Wie sind denn die Möglichkeiten,wenn man sich im Nahverkehr bewährt hat,auf den Fernverkehr umzusteigen? Oder ist davon abzuraten?
Wenn es freie Stellen gibt ist ein Umstieg immer möglich. Ob man das machen will oder nicht, muss aber jeder für sich entscheiden. Manche meine, das Publikum wäre im Fernverkehr angenehmer. Ob das aber Freitag Nachmittag noch zutrifft, wenn ein Zug ausgefallen und der nächste überbesetzt eine Stunde verspätet unterwegs ist, darf zumindest angezweifelt werden. Und gerade die "Könige" unter den Kunden (erste Klasse) benehmen sich eben auch oft nicht wirklich wie ein König. Die meinen dann schnell mal, dass sie für den Ticketpreis auch das Personal gleich mitgekauft zu haben. Auch gibt es bei Fernverkehr deutlich mehr auswärtige Übernachtungen, Zugverspätungen haben meist einen größeren Einfluss auf den Feierabend. Andererseits ist man beim Fernverkehr nicht alleine auf den Zug, weil die Züge in der Regel immer mit mehrere Kollegen besetzt sind.
Was sagt eigentlich der Bahnmediziner zu deiner gesundheitlichen Vorgeschichte ?
Ich schrieb es doch schon, der Bahnarzt ist bei einem Zugbegleiter im Nahverkehr außen vor, weil keine betriebsdienstliche Tauglichkeit mehr notwendig ist.
Vielleicht sollte in solchen Fällen auch einmal ein junger , gesunder aus seinen Büroplatz räumen für den gesundheitlich angeschossenen und selber draußen in der Praxis Dienst tun .
Warum sollte der das tun??

Gruß Peter
 

TausOB

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Was sagt eigentlich der Bahnmediziner zu deiner gesundheitlichen Vorgeschichte ? Gibt er da sein grünes Licht ?
Und ein , so ein Schuß vor dem Bug , im Leben sollte doch reichen ! Vielleicht sollte in solchen Fällen auch einmal ein junger , gesunder aus seinen Büroplatz räumen für den gesundheitlich angeschossenen und selber draußen in der Praxis Dienst tun .
Meine Betriebsärztin hat nur die Beförderung von Personen ausgeschlossen. Auf Dauer...
Ein Job im Büro war geplant,wird aber aus Gründen von "Kosten" nicht möglich sein. In der Jobbörse sind auch einige andere Sachen zu finden,leider bin ich aber kein Ingenieur,Techniker,Meister oder ähnliches.
 


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