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Frage zur Anwendung Gesonderter Zustandsgang



rbraun

BF Frischling
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Hallo Forengemeinde,

als technisch interessiert Bahnnutzer habe ich kürzlich gelesen, dass es in Zusammenhang mit der vollen Bremsprobe einen separaten (gesonderten) Zustandsgang gibt, mit dem die gelösten Bremsen vor der Dichtheitsprüfung des Zuges überprüft werden. (Quelle aus dem Jahr 2018) Demnach müsste derjenige, der die Bremsprobe durchführt, den Zug drei Mal prüfen. Zur Anwendung wird nur geschrieben, dass er verwendet werden kann, aber nur gelegentlich bei Güterzügen angewendet wird.

Daher meine Fragen:

Wie wird der separaten Zustandsgang heute im regelmäßigen Dienst angewendet?
Ist dieser zusätzliche Arbeitsgang irgendwo vorgeschrieben?

Vielen Dank für Eure Antworten.

Beste Grüße!
 

Schweizkutscher

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Hallo rbraun,
der Zustandsgang bei der vollen Bremsprobe wird bis auf 2 Ausnahmen immer durchgeführt, diese Aussage bezieht sich rein auf den Güterverkehr.
Der Zustandsgang ist (vereinfacht ausgedrückt) der Gang bei dem kontrolliert wird, ob der Zug durchgehend gekuppelt, alle Luftabsperrhähne geöffnet, alle G/P-Wechsel und die manuellen Lastwechsel richtig eingestellt sind. Auch das vollstänge lösen der Bremsen nach dem bespannen des Zuges mit einer Lok bzw. der Vorbremsanlage nach dem füllen der Hauptluftleitung wird geprüft. Im Normalfall prüft der Wagenmeister bzw. der Lokführer nach dem füllen der Hauptluftleitung auch noch die Dichtheit der Hauptluftleitung.

Die einzelnen Schritte der vollen Bremsprobe sind im Regelwerk "Bremsen im Betrieb bedienen und prüfen" (kurz BreVo) beschrieben, ebenfalls die zulässigen Ausnahmen.
Angewendet wird die volle Bremsprobe bei der Neubildung von Zügen bzw. wenn ein Zug länger als 24 Stunden abgestellt war.

Ich hoffe, ich konnte Deine Frage beantworten.
 

Waschbaer

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Hallo
Das ganze Szenario nennt sich PnA ( Prüfen nach Abstellung ) nachzulesen in der 936.9603 die jedem Lokführer bei meinem Unternehmen ,im Güterzuggeschäft, persönlich zugänglich / zugeteilt ist. Durchzuführen, wie der Schweizkutscher schon schrieb, an Zügen die länger als 24 Stunden abgestellt sind. Eine seperate Beauftragung erfolgt nicht. Könnte aber im Dienstauftrag vermerkt sein, wenn der Zug planmäßig ( soll es wohl auch schon geben haben ) so abgestellt war. Der zuständige P& D- Mensch für den Zug ,kann Dich aber auch beauftragen.

Gruß
 

Knallkopf

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Jeder Gang macht schlank ! Mitunter steht da dann auch SG drin , -- Schnellgang ! ...
 

Schweizkutscher

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Hallo
Das ganze Szenario nennt sich PnA ( Prüfen nach Abstellung ) nachzulesen in der 936.9603 die jedem Lokführer bei meinem Unternehmen ,im Güterzuggeschäft, persönlich zugänglich / zugeteilt ist. Durchzuführen, wie der Schweizkutscher schon schrieb, an Zügen die länger als 24 Stunden abgestellt sind. Eine seperate Beauftragung erfolgt nicht. Könnte aber im Dienstauftrag vermerkt sein, wenn der Zug planmäßig ( soll es wohl auch schon geben haben ) so abgestellt war. Der zuständige P& D- Mensch für den Zug ,kann Dich aber auch beauftragen.

Gruß
Grüße an die Pfalzmafia :006:

der Threadersteller ist kein Eisenbahner, daher auch keine Vorschriftenkenntnis. Überforder den armen User nicht so.

Grüße aus dem (sym)badischen Teil Deutschlands. 🙃
 

rbraun

BF Frischling
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Vielen Dank an alle für die ausführlichen Antworten und ausführlichen Erklärungen. Alle Unklarheiten beseitigt - und keine Sorge, Schweizkutscher, etwas Überforderung ist immer ein guter Ansporn, Dinge zu lernen.

Beste Grüße
Rolf
 

Schweizkutscher

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Vielen Dank an alle für die ausführlichen Antworten und ausführlichen Erklärungen. Alle Unklarheiten beseitigt - und keine Sorge, Schweizkutscher, etwas Überforderung ist immer ein guter Ansporn, Dinge zu lernen.

Beste Grüße
Rolf
Moin Rolf, das mit dem "überfordern" war eigentlich mehr mit nem Augenzwinkern zu verstehen. Da die meisten "Nichteisenbahner selten über den Zugang zu den relevanten betrieblichen Unterlagen verfügen.
 

bc100er

BF Neuling
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Hallo Schweizkutscher,
keine Sorge, das ist auch so verstanden worden.
 


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