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International Eine interessante schweizer Idee zum Nachtzug in Güterzügen - wohl zum Scheitern verurteilt




Schlafen hinter dem Güterwagen
GLP-Politikerin weibelt für neues Nachtzug-Konzept



Die Nachtzug-Lobby lanciert ein neues Projekt: den Lunajet. Konkret sollen Güterzüge, die durch halb Europa rollen, mit Schlafwagen kombiniert werden. Auch durch die Schweiz. GLP-Nationalrätin Isabelle Chevalley kämpft für diese Idee.
Die Idee an sich ist überlegenswert, aber sie hat ein paar Denkfehler! Reisezeiten dürften arg lang werden (mal davon abgesehen von der Verspätungsanfälligkeit der Gz. Es können kaum große Bahnhöfe angefahren werden.... In Kopfbahnhöfen ist das ohnehin ein Ausschlusskriterium, aber man stelle sich mal einen 700 m - Zug mit 250 m- Reisezuganteil vor! Der blockiert die Einfahrt allein aufgrund der Zuglänge und wenn die Reisezugwagen am Schluss hängen wird das ganz schön eng und mit der Stromversorgung ziemlich doof! Auch die SGV- Kapazitäten sinken, wenn man statt 250 m Container auf einmal Schlafwagen braucht, dazu Umwege, Zeitverlängerungen, zusätzlicher Rangieraufwand..... Interessant ist die Idee, aber ob sie auch praktikabel ist darf bezweifelt werden! Auch die Attraktivität des Angebotes darf bezweifelt werden.

MfG
maschwa
 

Kommentare

Nun , solch autarke Wagons gibt es bereits für den Militärverkehr , wo solche Personalwagons auch mal zum Schluß dran hängen . Auch soll es ja Langschläfer geben , die nicht mit den Hühnern aufstehen wollen und jeden Tag die Morgensonne grüßen . Allerdings dürfte der genannte Rest , Kopfbahnhöfe , Bahnsteiglängen etc. das entscheidende Ausschlußkriterium solcher Ideen sein .
 
Ihr dürft diese Idee nicht mit Deutschland verwechseln. In der Schweiz wären solche Varianten durchaus denkbar und sogar durchführbar. In Basel SBB zum Bsp. ist es durchaus möglich (auch als Kopfbahnhof) mit Güterzug einzufahren. Wird gelegtlich genutzt um bei Bauarbeiten den Güterverkehr von Basel Bad. nach Muttenz/Basel SBB RB zu bekommen. Auch eine Zugtrennung in Basel SBB Rb wäre denkbar und die Güterzüge werden dann aufgelastet. Domodossola oder Chiasso sind Durchgangsbahnhöfe an denen die Reisezugwagen an- oder abgehängt werden können. Dort findet ja auch der Lokwechsel von und nach Italien statt, sofern noch notwendig. Ebenso in Basel SBB Rb. In Deutschland wäre sowas undenkbar, weil es schon am dafür notwendigen Personal und Fahrzeugmaterial scheitert.
 
Letztendlich muss sowas wirtschaftlich tragbar sein, unter anderem müssten sich genügend Kunden finden die ein solches Angebot in Anspruch nehmen, bei überschaubaren Kosten. Dann kann so ein Konzept durchaus aufgehen.
 
Ihr dürft diese Idee nicht mit Deutschland verwechseln. In der Schweiz wären solche Varianten durchaus denkbar und sogar durchführbar. In Basel SBB zum Bsp. ist es durchaus möglich (auch als Kopfbahnhof) mit Güterzug einzufahren. Wird gelegtlich genutzt um bei Bauarbeiten den Güterverkehr von Basel Bad. nach Muttenz/Basel SBB RB zu bekommen. Auch eine Zugtrennung in Basel SBB Rb wäre denkbar und die Güterzüge werden dann aufgelastet. Domodossola oder Chiasso sind Durchgangsbahnhöfe an denen die Reisezugwagen an- oder abgehängt werden können. Dort findet ja auch der Lokwechsel von und nach Italien statt, sofern noch notwendig. Ebenso in Basel SBB Rb. In Deutschland wäre sowas undenkbar, weil es schon am dafür notwendigen Personal und Fahrzeugmaterial scheitert.
Es soll aber eben nicht auf die Schweiz beschränkt werden sondern man denkt europäisch...

MfG maschwa
 
Ich denke nicht, dass die Idee direkt totgeredet werden sollte. Dahinter steckt durchaus Potential für beide Seiten - Personen- und Güterverkehrskunden. Am Ausgangsort können ein paar Schlafwagen ohne weiteres zum nächsten Güterbahnhof gebracht und dort mit einem Güterzug kombiniert werden, beide fahren dann gemeinsam durch die Nacht. Unterwegs gibt es - selbst in Deutschland - diverse Möglichkeiten für Fahrplanhalte, auch wenn es dann nicht unbedingt die Hauptbahnhöfe grosser Städe sind. Bestechender Vorteil für den Reisenden ist, dass der mitlaufende Gütertransport die Kosten für seine Fahrkarte senkt. Für den Spediteur ergibt sich ein Güterverkehr, der aufgrund der mitfahrenden Reisenden einen stabilen Fahrplan hat und tendentiell eher pünktlich unterwegs ist. Die sonstigen rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen sind herstellbar - vorausgesetzt es ist ein entsprechender Wille da. Und ich denke, an letztgenanntem Punkt wird die Idee scheitern.
Wie ich es kürzlich schonmal schrieb: Wille findet einen Weg, Unwille findet einen Grund.
 
Ich denke nicht, dass die Idee direkt totgeredet werden sollte. Dahinter steckt durchaus Potential für beide Seiten - Personen- und Güterverkehrskunden. Am Ausgangsort können ein paar Schlafwagen ohne weiteres zum nächsten Güterbahnhof gebracht und dort mit einem Güterzug kombiniert werden, beide fahren dann gemeinsam durch die Nacht. Unterwegs gibt es - selbst in Deutschland - diverse Möglichkeiten für Fahrplanhalte, auch wenn es dann nicht unbedingt die Hauptbahnhöfe grosser Städe sind. Bestechender Vorteil für den Reisenden ist, dass der mitlaufende Gütertransport die Kosten für seine Fahrkarte senkt. Für den Spediteur ergibt sich ein Güterverkehr, der aufgrund der mitfahrenden Reisenden einen stabilen Fahrplan hat und tendentiell eher pünktlich unterwegs ist. Die sonstigen rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen sind herstellbar - vorausgesetzt es ist ein entsprechender Wille da. Und ich denke, an letztgenanntem Punkt wird die Idee scheitern.
Wie ich es kürzlich schonmal schrieb: Wille findet einen Weg, Unwille findet einen Grund.
Genau darum gehts wieder - der Wille zur Umsetzung.
In der Schweiz geht sowas um Jahrzehnte schneller wie bei uns.

Ich habe diese Woche einen Bericht gelesen, daß die südliche Bahnanbindung von Usedom wirklich geplant werden soll und dafür vom Land MV 2,8 Mio € bereitgestellt werden für 2 Jahre.
Den Kommentar dazu konnte ich mir nicht verkneifen: Wenn zu Beginn des Eisenbahnzeitalters in Deutschland auch so langsam geplant und gebaut worden wäre, wäre die Industrialisierung ausgefallen!
 


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