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Die Leere nach dem Aufprall



Simulant

BF Inspektor
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Als mir ein Pflasterstein von der Brücke in die Frontscheibe geworfen wurde, sind zeitnah per 1414-Leserreporter von einem Kollegen Fotos aufgetaucht. Von daher gar nicht so abwegig.
 

Onkeltoby

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Meine Meinung ist gerade, Scheisse Jungs was Ihr hier macht. Wenn Ihr Diskutieren wollt, sucht Euch ein anderen Platz.
Das Thema soll hier Entlasten wirken für Kollegen mit PU und nicht zur Diskussion.
Unrecht hast du nicht!

Aktuell hat hier aber niemand das Bedürfnis seine Erlebnisse zu schildern. Ich denke wenn hier jemand etwas schreibt um sich das erlebte von der Seele zuschreiben, dann sind alle im"zuhör Modus" und nicht im "plauder Modus".

Für jeden Betriebsdienst Mitarbeiter ist das Thema PU allgegenwärtig, natürlich macht man sich darüber Gedanken und hat dementsprechend Redebedarf...
 

Treibrad

BF Inspektor
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Beim Schienen-Suizid ist der Lokführer das Opfer

Man bringt die betroffene Person nach Hause, bindet auch die Angehörigen ein und lässt sie erst einmal 24 Stunden in Ruhe. Dann nehmen wir wieder Kontakt auf und machen uns ein Bild davon, wie es ihr geht und welche Maßnahmen sie braucht.

Pfeifer: Man sagt, wenn einer zehn Tage nicht fährt, wird es immer schwieriger. Wir versuchen also, spätestens drei Tagen nach so einem Vorfall die erste Fahrt zu machen. Er muss noch einmal genau an der Unfallstelle vorbeifahren, egal was es kostet. Es ist nötig, dass er es noch einmal durchlebt, damit er damit abschließen kann. Entweder er packt es, oder er packt es nicht. Wenn er es nicht schafft, müssen wir Schritte einleiten wie eine Behandlung in einer Traumaklinik und Betreuung durch einen Psychologen. Es gibt Menschen, die nur schwer zugeben können, dass sie ein Problem haben.

Hmm, erzwungene Konfrontationstherapie, Gängelung, Überwachung, Striezen, zur schnellstmöglichen "freiwilligen" Rückkehr auf den Führerstand im Deckmäntelchen des Wohlergehens vom Lokführer.
Wahrscheinlich noch über die Krankschreibung des Unfallarztes drüberwegsetzen oder den ebenfalls mittels Geldluss erden.
FIASKO geht es letztendlich um die Kohle, weiterhin spricht es Bände für das Betriebsklima und die Interna, wenn ein "Betriebsrat" bei so einer Aktion mit im Boot ist. Die sogenannten "Privat"Bahnen machen ihrem Ruf wieder alle Ehre. Schämen sich noch nicht mal mit so einem Kack an die Öffentlichkeit zu gehen.
 

VT605

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Da bin ich mir nicht so sicher. Man sagt nicht umsonst wenn jemand vom Pferd fällt soll er so schnell wie möglich wieder aufsteigen, sonst tut er es nie mehr. Jeder Mensch und auch Tf ist anders, für den einen ist es sicher gut wenn er schnell wieder fährt und so nicht ans grübeln kommt, andere brauchen eine längere Ruhe um das verarbeiten zu können.
 

Gerd Belo

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Hmm, erzwungene Konfrontationstherapie, Gängelung, Überwachung, Striezen, zur schnellstmöglichen "freiwilligen" Rückkehr auf den Führerstand im Deckmäntelchen des Wohlergehens vom Lokführer.
Davon steht in dem Artikel kein Wort. Es geht um Hilfe und die sieht bei der DBAG ähnlich aus.......
 

Treibrad

BF Inspektor
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Davon steht in dem Artikel kein Wort. Es geht um Hilfe und die sieht bei der DBAG ähnlich aus.......
Wir versuchen also, spätestens drei Tagen nach so einem Vorfall die erste Fahrt zu machen. Er muss noch einmal genau an der Unfallstelle vorbeifahren, egal was es kostet. Es ist nötig, dass er es noch einmal durchlebt, damit er damit abschließen kann. Entweder er packt es, oder er packt es nicht.
Wenn er es nicht schafft, müssen wir Schritte einleiten wie eine Behandlung in einer Traumaklinik und Betreuung durch einen Psychologen.
Also klingt nicht wie, Eingangsarzt schreibt mal 2 oder 3 Wochen krank und Hausarzt verlängert nochmal bei eigenem Bedarf um 2-3 Wochen und der AG lässt einen in Ruhe bis auf Angebote für Betreuung. Also so wie ich es von der DB kenne.
Hier klingt es, in 3 Tagen hockst du mit deinem Betreuer auf dem Bock, fährst selber oder wirst an der Unfallstelle vorbeigefahren, dann kannst du dich entscheiden, entweder weiter Schichten kloppen oder bekommst ne Behandlung angedeiht. Von wegen bezahlt über ein Monat zuhause zur Selbstfindung, das kann man sich (wohl) verbacken.

Da bin ich mir nicht so sicher. Man sagt nicht umsonst wenn jemand vom Pferd fällt soll er so schnell wie möglich wieder aufsteigen, sonst tut er es nie mehr. Jeder Mensch und auch Tf ist anders, für den einen ist es sicher gut wenn er schnell wieder fährt und so nicht ans grübeln kommt, andere brauchen eine längere Ruhe um das verarbeiten zu können.
Klar, aber das soll dann jeder Tf für sich entscheiden können, nicht der AG, auch wenn es nur indirekt über Repressalien ist. Das Ganze ist ja auch kein eigener Motorradsturz, wo man das Vertrauen in das Fahren wieder schnell lernen soll.
Je nach Gemüt und Heftigkeit des Gesehenen/Gehörten ist die Einschlafphase doch über mehrere Tage bis Wochen gestört, je nach eigener Hormonsituation, weil es halt ne Ausnahmesituation war. Und dann ist die Einschlafphase ja sowieso oft durch den Schichtdienst schon leicht ruiniert je nach Übergängen und viele nutzen dann den Pu auch mal, um den geistigen und körperlichen Akku wieder vollaufladen zu können. Das ist natürlich so einem Lohndrücker-AG nicht recht, da ist die DB AG noch Gold dagegen.
 
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Gerd Belo

BF Oberdirektor
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"Wir versuchen also, spätestens drei Tagen nach so einem Vorfall die erste Fahrt zu machen."

Da steht nicht, das das irgendwie gefordert ist. Da wird ANGEBOTEN, an der Unfallstelle in Begleitung vorei zu fahren, um das Erlebte zu verarbeiten. Nicht selbst und auch nicht im Dienst. Die Ablehnung steht jedem Betroffenen zu, ggf. in Absprache mit dem behandelndem Arzt.

Eine eigene Interpretation des Textes steht dir natürlich zu...... :103:
 

Knallkopf

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Also nach drei Tagen steigt bei DB noch keiner auf irgend eine Lok , nicht mal als Beimann !
 

Martin

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Doch das gibt es auch bei DB Cargo, ob du es nun glaubst oder nicht...
 


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