• Wenn dies Ihr erster Besuch hier ist, lesen Sie bitte zuerst die Hilfe - Häufig gestellte Fragen durch. Sie müssen sich vermutlich registrieren, bevor Sie Beiträge verfassen können. Klicken Sie oben auf 'Registrieren', um den Registrierungsprozess zu starten. Sie können auch jetzt schon Beiträge lesen. Suchen Sie sich einfach das Forum aus, das Sie am meisten interessiert.

Die Leere nach dem Aufprall



imzugvornsitzer

Gesperrt
Gesperrt
Mitglied seit
14 November 2007
Beiträge
627
Punkte
16
Beruf
Kein Eisenbahner mehr
Ich lass den interessanten und wie ich finde guten Artikel der Süddeutschen Zeitung hier mal kommentarlos im Raum stehen...

[DLMURL]http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/935/164472/[/DLMURL]
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

lippi43

BF Oberassistent
BF Unterstützer
Mitglied seit
15 November 2007
Beiträge
218
Punkte
43
Standort
Leipzig
Arbeitgeber
Regio SO
Einsatzstelle
LL1
Spezialrang
BF Unterstützer
Beruf
Tf
AW: Die Leere nach dem Aufprall

Was soll man dazu sagen...
Es ist Teil unseres Berufes, ein Teil, auf den man sich nicht vorbereiten kann. Es passiert irgendwann, und ich kann mir vorstellen, dass einen so ein Bild nicht mehr loslässt, vor allem, wenn man es bewusst mitbekommt.
Einige Kollegen hatten auch schon "Personenunfälle", manche können darüber reden, viele nicht.
Ich finde, psychologische Betreuung ist nach so einem Vorfall sehr wichtig.
Wenn es auch in dem im Artikel beschriebenen Fall nur teilweise geholfen hat, so wäre ein Psychologe der erste, dem ich auch meine Empfindungen anvertrauen würde.

Mir ist "es" übrigens noch nicht passiert, es muss auch nicht unbedingt sein, aber es war ein paarmal doch recht knapp vorbei....

viele Grüße und frohe Ostern

lippi
 

kowaber

BF Neuling
Mitglied seit
12 Januar 2008
Beiträge
9
Punkte
3
Beruf
Railion
AW: Die Leere nach dem Aufprall

war sehr beeindruckt von diesem artikel,
wohl dem, der das noch nicht erlebt hat.
 
  • Like
Reaktionen: VTG

Flok

BF Obersekretär
Mitglied seit
4 August 2007
Beiträge
1.041
Punkte
38
Standort
Augsburg
Beruf
TX Logistik Austria GmbH
AW: Die Leere nach dem Aufprall

Traurig um den Kollegen :( Die Bilder lassen einen wirklich nicht mehr los. Spreche da aus eigener Erfahrung. Aber ich habs -Gott sei Dank!- recht gut verkraftet. Der Lokführer in mir war stärker als die Ängste es nochmal zu erleben. Ich denke das wichtigste ist, dass man versucht wieder den Alltag zu leben und sich auf keinen Fall irgendeine Art von Schuld gibt. Aber das ist in manchen Augen wohl leichter gesagt als getan.
Guter Bericht auf jeden Fall. Bin erstaunt dass eine Zeitung sich auch mal dieser Seite der Lokführer zuwendet.
 

LcLotze

BF Frischling
Mitglied seit
13 Dezember 2007
Beiträge
42
Punkte
6
Standort
Berlin
Beruf
Privatbahn
AW: Die Leere nach dem Aufprall

Da gibt´s nicht viel hinzuzufügen...
 

Ludmilla_Fan

Quotengiftzwerg
BF Unterstützer
Mitglied seit
29 Februar 2008
Beiträge
1.049
Punkte
113
Standort
Helmstedt
Arbeitgeber
Freightliner DE
Einsatzstelle
Berlin
Spezialrang
BF Unterstützer
Beruf
Triebfahrzeugführer
AW: Die Leere nach dem Aufprall

Ja, in der Tat.. Gänsehaut, beim lesen des Artikels. Hab den Artikel heute kurz gesehen, als die Dame welche mir gegenüber saß die Süddeutsche gelesen hat, und bin von daher recht froh dass ich den Artikel jetzt hier lesen kann..

Zum Glück hatte ich seit dem 1. November kein solches Erlebnis. Es muss auch nicht sein, doch wie meinte neulich ein Kollege im Führerstand zu mir?

"Es ist wie eine Vergewaltigung, du kannst es dir nicht heraussuchen, wenn es passiert musst du durch. Durchziehen, Pfeifen, Sanden - Und merk dir eins: Schau niemals in das Gesicht der Person. Schau weg. Und lass dir helfen.. Vielleicht nicht von Leuten, welche das Tag für Tag machen, sondern vone iner Person zu der du ein persönliches Verhältnis hast
Auch wenn ich den Vergleich Suizid <-> Vergewaltigung vielleicht etwas heftig finde, hat der Kollege doch recht..

Der Kollege tut mir leid, und ich wünsche ihm dass er es vielleicht eines Tages doch noch verkraftet.

Wollen wir hoffen, dass keiner von uns sowas durchmachen muss..


Nachdenkliche Grüße,

Dominik
 

Flok

BF Obersekretär
Mitglied seit
4 August 2007
Beiträge
1.041
Punkte
38
Standort
Augsburg
Beruf
TX Logistik Austria GmbH
AW: Die Leere nach dem Aufprall

Da hat dein Kollege recht! Wenn man noch die Zeit hat sollte man alles tun um nichts mitzubekommen. Hab nach dem durchziehen auch die Augen zu gemacht, die Ohren zugehalten und laut geschrien. Durch das schreien hörst du wirklich nichts mehr weil der Schall ja auch über deinen Schädelknochen übertragen wird.
 
  • Like
Reaktionen: VTG

Ludmilla_Fan

Quotengiftzwerg
BF Unterstützer
Mitglied seit
29 Februar 2008
Beiträge
1.049
Punkte
113
Standort
Helmstedt
Arbeitgeber
Freightliner DE
Einsatzstelle
Berlin
Spezialrang
BF Unterstützer
Beruf
Triebfahrzeugführer
AW: Die Leere nach dem Aufprall

Ob man allerdings in dem Moment so schnell reagieren kann wie man möchte? Ich weiß es nicht.. Wie gesagt, ich wünsch es keinem in die Situation zu kommen und will es auch nicht ausprobieren.. Irgendwo fahren die Gedanken daran jedoch immer im Hinterkopf mit..

Und gerade wenn man an solchen Bahnsteigen wie Neusäß und Westheim vorbeifährt, und dort Schulklassen/Kinder/Jugendliche "rumtollen" sieht... Aber ich schweif zu sehr vom Thema ab..



Dominik
 
  • Like
Reaktionen: VTG
K

Karibikfan

Gast
AW: Die Leere nach dem Aufprall

Interessanter Zeitungsartikel, allerdings sicher schon ein eher krasser Fall. Es gibt auch Beispiele von Kollegen, die mehr als 5 PU hatten und auch immer wieder fahren. Das ist einfach ein sehr sensibles Thema, das wohl jeder anders verarbeitet. Daher ist ein solches Beispiel nicht wirklich repräsentativ.
 
  • Like
Reaktionen: VTG


Oben Unten