DB oder Güterprivatbahn als 3-fach Papa

DB84

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Hallo alle zusammen,

was meint ihr, bietet die DB für einen Tf mehr "Sicherheit" als ein großes privates Güter-EVU? In Anbetracht das man Familienpapa von 3 Kinder ist. Mir geht es nicht um Schicht/Plan-Gestaltung oder Gehalt sondern was sonst noch so wichtig ist? Was meint ihr? Z.z.: :31: mich die DB an!
Arbeiten muss man ja bekanntlich überall! :003:

Grüße

P.S.: Ich hoffe ich habs in die richtige Kategorie geschrieben. Wusste nicht so recht wohin damit.
 

Onkeltoby

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Welches Einsatzgebiet kommt den in Frage ?
 

Das Omen

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Ich kann Dich schon verstehen mit der Unzufriedenheit. Allerdings sollte man sich die Frage stellen, was einem ein Privater bieten kann.

Meist gibt es bei den privaten EVUs keine richtigen Rückfallebenen - heißt, geht eine Strecke oder ein Auftrag verloren, gehen auch die Jobs oft mit weg, wenn das Unternehmen nicht großartig andere Strecken hat. Welche Absicherung bietet dir ein privates EVU im Falle von Fahrdienstuntauglichkeit? Bei der DB gibt es einen Tarifvertrag für solche Fälle, der Dir (wenn Du nicht die Abfindung wählst) eine Weiterbeschäftigung zu 90% deines TF-Lohnes garantiert. Verliert die DB eine Ausschreibung im Personenverkehr, bietet man Dir im schlimmsten Fall eine Stelle an einem anderen Einsatzort an - bei einem privaten EVU mußt Du oft sehen, wo Du bleibst.

Allerdings hättest Du als Familienvater wahrscheinlich als TF bei DB Regio mehr von Deiner Familie weil Du einfach doch öfter mal zu Hause bist - vor allem zu Zeiten, zu denen deine Familie dann auch wach ist. Ich persönlich würde nicht von DB im Allgemeinen und Regio im besonderen weggehen - auch wenn man manchmal den Kanal bis obenhin voll hat - bei den Privaten ist im besten Fall genauso gut (schlecht), meistens jedoch deutlich schlimmer bei größerer Unsicherheit.

Gruß
Omen
 

kague

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Mir geht es nicht um Schicht/Plan-Gestaltung oder Gehalt sondern was sonst noch so wichtig ist?


Was ist sonst noch wichtig?
Willst Du Montags aus dem Haus gehen und wenn Du Freitags wieder heim kommst, sprechen Dich Deine Kinder mit "Onkel" an? Die Nächte dazwischen kannst Du mal aus den verschiedensten Hotels nach Hause telefonieren.

Viele Private finden so ein Fernfahrerleben ja "angeblich" toll (oder sagen dies nur so), ob das Dir zusagt, mußt Du wissen.
Kann man so ein Leben bis zur Rente durchhalten? In 20 oder 30 oder 40 Jahren kommen dann sehr viele Hotels zusammen.
Möchtest Du in Deiner Freizeit quer durch die Republik fahren, um am anderen Ende von Deutschland einen Zug zu übernehmen? Arbeitszeit gibts dafür, wenn überhaupt, nur zum Teil.
 

Onkeltoby

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Die Entscheidung wird dir keiner Abnehmen. Es kommt halt auf deine Persönliche Situation an.

Ich zum Bespiel bin auch von Regio in den Privaten Güterverkehr gegangen. Die Gründe für mich waren:
- Keine Fahrgäste mehr die meinen, weil sie eine Monatskarte haben, können sie dir deinen Job erklären.
- Lok fahren macht mir mehr Spass wie ET fahren.
- Man kommt mehr rum und sieht mehr von der Eisenbahn
- Der Verdienst ist besser
- Ich finde schon, das ich als reiner ET fahrer im privaten Güterverkehr technisch mehr gefordert werde.

Das waren meine Persönlichen Gründe.

Die Kritik vom Omen ist sicherlich nicht unbegründet. Man muss genau schauen wo man hingeht. Bei einem guten EVU wird nicht entlassen wenn die Strecken wegfallen, sondern man bekommt Streckenkunde auf neuen Strecken. Auch bei guten privaten ist es ohne weiteres möglich ins Büro zu wechseln. Kommt halt auch drauf an wie man sich so anstellt als Lokführer.....
 
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DB84

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Moin,

also was das Gehalt angeht, mehr wie bei DB. Schicht/Plan-Gestaltung bei dem EVU sind ähnlich wie bei DB und ab 3 Tage und mehr wird vorher gefragt! Was die Zugleistungen angeht sind diese seit 10 Jahre und mehr stetig am steigen, und die Langzeitprognose für den Güterfernverkehr zeigt auch nach oben!
Der Weg zur Arbeit is der gleiche wie jetzt.
Bei der DB mit den 90% Tf Gehalt weiterzahlen geht auch nur 1 Jahr und dann bekommt man das Gehalt welches einem in der neuen Tätigkeit zusteht!
Nur mal so zur Beantwortung offener Fragen.
Wie ist es eigentlich geregelt, wenn man von Privatbahn wieder zur DB zurück geht? Fängt man dann wieder in Stufe 1 an oder in der entsprechenden mit so und soviel Berufsjahren?
 

kague

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Schicht/Plan-Gestaltung bei dem EVU sind ähnlich wie bei DB und ab 3 Tage und mehr wird vorher gefragt!


:024::024::024:

Träum weiter.

Nicht wenige private EVU schieben bei Verspätungen ganz kurzfristig durch. Dann ist die Ablösung nicht in Mannheim, sondern schon in Mainz-Bischofsheim (Bimbam) zum Beispiel. Du fährst dann in Deiner Freizeit nach Bimbam und löst dort Deinen Kollegen ab, der zeitmäßig nicht mehr bis Mannheim fahren könnte.
Oder Du wartest die paar Stunden im Mannheim auf den Zug, auch in Deiner Freizeit, denn bei vielen geht die Arbeitszeit erst los, wenn sie auf der Lok sitzen. Anders sind extreme Langläufe auch gar nicht möglich.


Der Weg zur Arbeit is der gleiche wie jetzt.


:024::024::024:

Noch, aber warte ab was passiert, wenn eine Leistung gewonnen wird, die nichtmal in der Nähe des Wohnortes liegt.
 

chris232

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Schön, was Kollegen mal wieder über alle Privatbahnen wissen, die selbst bei der DB arbeiten... ist doch immer dasselbe. Ich hab noch nie unbezahlt auf meinen Zug gewartet, berufsunfähige Kollegen sind bei uns alle anderweitig untergekommen, meine Arbeitszeit läuft ab dem Moment wo ich Dienstbeginn hab (also an der Meldestelle oder ab und zu Hotelzimmer) und ich krieg noch mehr Zeit dafür als DB-Tf. Und das durchaus auf Langläufen (Köln-Trieste mit 2x Personalwechsel). Und bei anderen großen Privaten gibts das auch. Also wenn "ihr" schon über Firmen schreibt, von denen ihr nur vom Hörensagen wisst, dann bitte nicht in so einer Allgemeinheit. Danke.
 

Knallkopf

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Mit drei Kindern hängt schon viel dran , nicht nur Kinderkrankheiten und Arztbesuche , sondern eben auch Elternabende , Kinderveranstaltungen in den jeweiligen Einrichtungen und eben auch gemeinsame Feiertage wie Weihnachten ,Kindergeburtstage , Vereinsleben usw.
Da muß die Frau schon ziemlich taff sein und vieles alleine rocken können , wenn der man als TF. oder ähnliches arbeitet .
Am Ende wird immer das Geld und die Freizeit knapp sein ....
 

rainer

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...Stimmt Kk ! Das ist aber bei sogenannten Normalschichtlern auch nicht viel anders...
 

Knallkopf

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Was sind denn Normalschichtler ? :003:

Entweder man arbeitet in Schichten oder zu normalen Tages- Arbeitszeiten , dann ist man aber kein Schichtarbeiter .

Und selbst Schichtarbeiter aus regelmäßigen Schichtsystemen , fällt bei unseren Schichtzeiten der Kiefer runter ... und erst recht am Monatsende ....

Wenn man bedenkt , das man bei einem Bruttoverdienst von 2.900,- € alleine 30 Jahre nur für den Mindestlohnanspruch arbeiten muß ....

Vielleicht könnten auch die privaten mal berichten , wie sie mit ihren dauerhaft , gesundheitlich fahrdienstuntauglichen Kollegen , verfahren , weiterbeschäftigen , zu welchen Kondidtionen .
 
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rainer

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...Knalli, in meiner Fam. fangen welche Mo-Fr. Früh um 5, um 6 oder um 9 an. Entsprechend kommen sie früher oder später nach Hause. Das meinte ich mit "Normalschicht"...
 


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