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International CZ - Zugunglück nahe Prag: Ein Toter und Dutzende Verletzte



Kommentare

Gestern kam auf MDR (Sachsenspiegel?) ein Bericht mit einem Tschechischen Bahn Gewerkschafter . Nach seiner Aussage gibt es große Probleme mit den Fahrpersonal. Seit der Öffnung des Eisenbahnnetzes drängen immer mehr Firmen auf den Markt ohne eigenes Personal. Fiele Eisenbahner arbeiten dem nach bei bis zu zwei Unternehmen und sind demzufolge überarbeitet,übermüdet und unaufmerksam. Das verschärft die Unfallgefahr. Des weiteren sei das Sicherungssystem im Lande völlig veraltet und müßte grundlegend erneuert werden.


Gruß:UFO
 
Nichts anderes hatte ich mit Verweis auf den älteren Beitrag von vorigem Jahr geschrieben. Dort ist der entsprechende Link zu Radio Prag bei, der genau dieses Problem schon Anfang vorigen Jahres beschrieben hat. Die Zustände waren damals schon problematisch und die CD wollte was dagegen unternehmen. Ob die Unfallhäufung jetzt eine Folge sind bleibt abzuwarten. CD und SZDC haben ebenfalls ein Sicherheitsproblem, denn es gibt keine/ kaum Rückfallebenen für menschliches Versagen. Der Faktor Mensch versagt eben bei Überlastung im Mensch-/ Maschinesystem, wenn die Technik keine Unterstützung bietet. Das mag früher gegangen sein, aber Zugzahlen, Geschwindigkeit und Druck haben sich vervielfacht und weiterentwickelt. Nur das System ist dem nicht gefolgt. Und unabhängig von der tatsächlichen Ursache muss es kritisch hinterfragt werden, wenn es die Chance gegeben hätte damit das ganze zu verhindern oder abzumildern. Wir sollten nur einen Fehler nicht begehen und mit dem Finger auf andere zeigen. Der Kostenfaktor macht auch hier manches möglich was gesetzlich nicht vorgeschrieben ist. Man denke an Hordorf, was ein ähnlicher Fall war. Erst dieser Unfall führte zu geänderten Vorschriften bzgl. der Zugsicherungsausrüstung..... und unsere Arbeitszeitgesetze und Tarifverträge lassen andere Absurditäten zu, die an die menschlichen Grenzen gehen. Auch unser Infrastruktur-/ Fahrzeugzustand ist störungsbehaftet und greift viel zu oft auf den Faktor Mensch zurück.

MfG maschwa

MfG maschwa
 
Zuletzt bearbeitet:
Gestern kam auf MDR (Sachsenspiegel?) ein Bericht mit einem Tschechischen Bahn Gewerkschafter . Nach seiner Aussage gibt es große Probleme mit den Fahrpersonal. Seit der Öffnung des Eisenbahnnetzes drängen immer mehr Firmen auf den Markt ohne eigenes Personal. Fiele Eisenbahner arbeiten dem nach bei bis zu zwei Unternehmen und sind demzufolge überarbeitet,übermüdet und unaufmerksam. Das verschärft die Unfallgefahr. Des weiteren sei das Sicherungssystem im Lande völlig veraltet und müßte grundlegend erneuert werden.


Gruß:UFO
Aber warum arbeiten die Lokführerkollegen dort bei mehreren Arbeitgebern gleichzeitig?
Das kann doch nur an der Bezahlung liegen, oder? 🤔
 
Aber warum arbeiten die Lokführerkollegen dort bei mehreren Arbeitgebern gleichzeitig?
Das kann doch nur an der Bezahlung liegen, oder? 🤔
Und nun überlege einmal bitte ! .... Was ist denn bei uns möglich ? Und das alles im legalen Rahmen ! Bei Arbeitgeber A bist du die die ersten 40 Wochenstunden arbeiten und beim Arbeitgeber B die restlichen 20 Wochenstunden , die das Gesetz erlaubt .
 
Der Tf des Personenzugs von Prag nach Řečany nad Labem am Dienstag stoppte den Zug vor der tragischen Kollision in der Nähe von Český Brod an einem Blocksignal, nach zehn Sekunden startete er erneut und erreichte eine Geschwindigkeit von 87 Stundenkilometern bevor er mit dem Postexpress mit 67 Stundenkilometern kollidierte. Das wurde der Tageszeitung Zdopravy.cz durch Informationen aus der Analyse des Geschwindigkeitsmessers durch drei unabhängige Quellen des Verkehrsministeriums bestätigt.

Jan Kučera, Generalinspektor der Eisenbahninspektion, wollte die Geschwindigkeitsdaten nicht kommentieren, widerlegte sie jedoch nicht. Verkehrsminister Karel Havlíček sprach auch über die Geschwindigkeit zwischen 60 und 70 km / h.


Das Anhalten vor einer Blocksignal schließt eine der Versionen aus, die das Stoppsignal übersehen hätte. Gemäß den Regeln konnte er weiter nach Halt fahren, jedoch mit einer solchen Geschwindigkeit, dass der Zug jederzeit rechtzeitig vor einem anderen Zug bremsen konnte. Das Rätsel bleibt, warum der Zug so schnell startete und dass er vor der Kollision wahrscheinlich überhaupt nicht gebremst hat.



Der Unfall wäre noch schlimmer, wenn der Postzug gebremst gewesen wäre. Nach den verfügbaren Informationen erhielt er jedoch kurz vor der Kollision das Signal Fahrt und der Tf bereitete sich auf den Abflug vor.

Gleichzeitig verhinderte der 40-jährige Fahrer vor drei Jahren fast an derselben Stelle einen weiteren Eisenbahnunfall, wie der tschechische Berb-Journalist Jan Beránek erstmals auf seinem Twitter-Account ausführte.

Die Sprecherin der Tschechischen Eisenbahn, Gabriela Novotná, bestätigte gegenüber dem iRozhlas.cz-Server, dass er der selbe Tf ist. "Wir können bestätigen, dass er ein Tf war, der im Juni 2017 mit seinen Aktionen und seiner aufmerksamen Leistung eine Zugkollision in Český Brod sowie umfangreiche Sach- und mögliche Gesundheitsschäden der Fahrgäste verhindert hat", schrieb Sprecher ČD Novotná an den iRozhlas.cz-Server.

Die Zwischenfälle auf den Gleisen nehmen rapide zu. Es wird gesagt, dass es nicht möglich ist, ›Kritische Punkte zu definieren›

Zum ersten Mal äußerte sich die Eisenbahnbehörde auch zu einer Reihe außergewöhnlicher Ereignisse bei inländischen Eisenbahnen. Der Aussage zufolge beobachtet er die Situation sehr genau. "Zunächst werden wir auf die Schlussfolgerungen der Untersuchung der Eisenbahninspektion und der Polizei der Tschechischen Republik warten. Das Herausfinden der Ursachen hilft bei der Analyse der Fehlerrate. In der folgenden Zeit werden wir ein Audit durchführen, das sich auf die Arbeit der Lokführer und ihre Bedingungen konzentriert. In diesem Bereich werden wir auch den Umfang der geplanten Inspektionstätigkeiten beim tschechischen Eisenbahnunternehmen staatlich überwachen ", heißt es in einer Erklärung der Eisenbahnbehörde.

Sie wird auch alle Eisenbahnunternehmen schriftlich auffordern, ihre eigene Analyse der Fehlerquote durchzuführen, die zu den Notfällen der letzten zwei Jahre geführt hat.

16.07.2020

AUTOR: JAN SURA
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Also läuft es doch wie von mir bereits vermutet auf einen Fehler beim permessiven Fahren hinaus.

MfG maschwa
 


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