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Corona und die Wertschätzung der Mitarbeiter...



MD 612

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Gilt aber auch nur für GDL-Mitglieder. Trittbrettfahrer können durchaus zu 12h verpflichtet werden, würde ich meinen.
Theoretisch ist das so, praktisch wird der AG wohl alle gleich behandeln. Zumal es die entsprechende Klausel auch in den EVG-Tarifverträgen gibt.

Gruß Peter
 

MD 612

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Meinen Informationen nach galt diese Regelung nur bis zum Einspruch der GdL.
Das Regierungspräsidium hat nicht über eine Aushebelung der Tarifverträge entschieden, weil das gar nicht beantragt war und weil es dafür rein juristisch auch nicht zuständig gewesen wäre. Es ging dort "nur" um eine Ausnahmegenehmigung zum Arbeitszeitgesetz. Die GDL hat zum Antrag der DB eine Stellungnahme abgegeben, konnte aber damit die Genehmigung des DB-Antrages nicht verhindern. Allerdings hat das Regierungspräsidium klargestellt, dass die Ausnahmegenehmigung zum Arbeitszeitgesetz die Tarifverträge nicht aushebelt und auch nicht aushebeln kann. Eine Aussetzung tarifvertraglicher Schutzregeln können nur die Tarifvertragsparteien vereinbaren, und das wird seitens der GDL definitiv nicht passieren. Damit läuft die erteilte Ausnahmegenehmigung komplett ins Leere...

Gruß Peter
 

Treibrad

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Hmm, könnte mir vorstellen, wenn in diesem Land in absehbarer Zeit mal Polen offen ist, dass sie das dann auf Freiwilligkeit nutzen wollen und mit paar Klorollen, pardon, Geldscheinen extra wedeln werden, um Freiwillige zu rekrutieren. Wobei das der Arbeitssicherheit nicht zuträglich ist, man hat ja noch oft noch auch mit der Psyche durch Corona zu hadern. Das braucht dann kinderlose und freie Männer mit der Widerstandskraft eines Fremdenlegionärs.
 

Simulant

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Bei uns läuft das derzeit eher andersrum: mit sinkenden Fahrgastzahlen werden (in Absprache mit den Aufgabenträgern) die Zugleistungen heruntergefahren. Das bedeutet gleichzeitig, dass weniger Arbeit anfällt. Daher sucht man Möglichkeiten, wie die Arbeit so verteilt wird, dass keine Kurzarbeit eingeführt werden muss, im Extremfall Kündigungen ausgespochen werden müssten.

Die möglichen Szenarien und Planungen wurden uns offengelegt und mitgeteilt, wir als Mitarbeiter erhalten täglich einen Lagebericht.
 

Knallkopf

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Wie wird es eigentlich nach der Viruswelle mit der Wertschätzung und öffentlichen Dankbarkeit aussehen ?
 

Treibrad

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Wie wird es eigentlich nach der Viruswelle mit der Wertschätzung und öffentlichen Dankbarkeit aussehen ?
Ne Gedenkgrabstätte könnte ich mir schon gut vorstellen.

Das ist auch keine normale Viruswelle. Von der Normalität können wir uns die nächsten 5 Jahre eh verabschieden. Vielleicht wird es auch nie wieder wie zuvor, wobei der Verlust sich da auch in Grenzen hält. Das System und die Massenmobilität ist völlig pervertiert über die Jahrzehnte, auch ohne Virus hätte es irgendwann gekracht.
 

VT605

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Das Regierungspräsidium hat nicht über eine Aushebelung der Tarifverträge entschieden, weil das gar nicht beantragt war und weil es dafür rein juristisch auch nicht zuständig gewesen wäre. Es ging dort "nur" um eine Ausnahmegenehmigung zum Arbeitszeitgesetz. Die GDL hat zum Antrag der DB eine Stellungnahme abgegeben, konnte aber damit die Genehmigung des DB-Antrages nicht verhindern. Allerdings hat das Regierungspräsidium klargestellt, dass die Ausnahmegenehmigung zum Arbeitszeitgesetz die Tarifverträge nicht aushebelt und auch nicht aushebeln kann. Eine Aussetzung tarifvertraglicher Schutzregeln können nur die Tarifvertragsparteien vereinbaren, und das wird seitens der GDL definitiv nicht passieren. Damit läuft die erteilte Ausnahmegenehmigung komplett ins Leere...

Gruß Peter
Ist das wirklich so? Die tarifvertragliche Arbeitszeit beträgt doch 12h, mit 2h Pause 14h. Gibts einen zusätzlichen Passus der die schutzwürdige AZ im Tarifvertrag begrenzt? Denn die 10h-Grenze des Arbeitszeitgesetzes hat ja das RP aufgehoben und wenn im Tarifvertrag dazu nichts geregelt ist...
 

Traindriver

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Wir bleiben zu Hause mit allen Einschränkungen und bummeln unsere erarbeiteten Überstunden ab und laufen ggf. Ins Minus und arbeiten das nach Corona nach, oder? 🤔

Die Büroetagenmitarbeiten ohne Homeofficeplatz arbeiten ganz normal?
Falls sie auch nach Hause geschickt werden und ins Minus laufen, wann arbeiten Sie das Minus nach?
 

MD 612

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Gibts einen zusätzlichen Passus der die schutzwürdige AZ im Tarifvertrag begrenzt? Denn die 10h-Grenze des Arbeitszeitgesetzes hat ja das RP aufgehoben und wenn im Tarifvertrag dazu nichts geregelt ist...
Genau den Passus gibt es, BuRa-ZugTV §3 Abschnitt 1 Absatz 4:

"Die tägliche Arbeitszeit (§ 3, § 6 Abs. 2, § 11 Abs. 2 ArbZG) [das ist die landläufig als schutzwürdig bezeichnete Arbeitszeit] des Arbeitnehmers darf zehn Stunden nicht überschreiten. Sie darf verlängert werden, wenn die Arbeitszeit regelmäßig und in erheblichem Umfang - mindestens 30 Prozent - Bereitschaft und/oder Arbeitsbereitschaft enthält (§ 7 Abs. 1 Ziff. 1. Buchst. a) bzw. Ziff. 4. Buchst. a), § 11 Abs. 2 ArbZG)."

Arbeitsbereitschaft in dem Umfang fällt ja wohl nur ganz selten an. Und zusätzlich wirkt noch die Regel zur Begrenzung der Fahrzeit auf dem Triebfahrzeug im LfTV, die ja auch Einfluss auf die maximal mögliche Schichtlänge hat. Versuche mal im S-Bahn-Dienst oder im straffen Regionalverkehr eine Tagschicht mit mehr als zehn, elf Stunden angerechneter Arbeitszeit zu planen, wenn Du nur acht Stunden fahren darfst. Ähnlich dürfte es bei einer ICE-Schicht Dortmund - Berlin - Dortmund sein, da bleibt auch nicht mehr viel Fahrzeit für weitere Leistungen übrig...

Gruß Peter
 


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