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National Berlin: Sanierung des Bahnhofes Zoo wird zur unendlichen Geschichte



100 Millionen Euro soll der Umbau des Bahnhofs Zoo kosten – statt der geplanten 15 Millionen. Und ein paar Jahre länger dauert es auch.

Die Sanierung sei nicht nur an unterschiedlichen Decken hängengeblieben. „Während der Modernisierung wurde erkannt, dass Brandschutzmaßnahmen und die Erneuerung technischer Anlagen in größerem Umfang als geplant erforderlich sind.“ Offenbar war der Zoo technisch im gleichen desaströsen Zustand wie das Ostkreuz – aber auch das war nicht aufgefallen.
Tagesspiegel
 

Kommentare

Genauso kalkulieren Baufirmen und wie man öfter sieht, fahren die damit jut und machen Kasse.
Das ist zwar durchaus richtig, denn für Bauunternehmen gilt "die Musik in einem Auftrag kommt aus den Nachträgen und nicht aus dem Basisangebot". Ich würde denen das allerdings nicht zum Vorwurf machen wollen. Umgekehrt müssen die Bauunternehmer nämlich höllisch aufpassen, dass sie auf der Baustelle möglichst keinen Handschlag tun, der nicht in dem von der Deutschen Bahn für den jeweiligen Bauauftrag aufgestellten Leistungsverzeichnis genannt ist. Für alles was nicht im Leistungsverzeichnis steht und auch nicht vorab in einer Nachtragsanzeige der Deutschen Bahn gemeldet wurde, hat das Bauunternehmen nämlich später keinen Anspruch auf Bezahlung. Das ist der Grund, warum Baufirmen schnell mit Nachtragsforderungen bei der Hand sind, sobald irgendetwas unvorhergesehenes auf der Baustelle gefunden wird. Sonst droht ihnen nämlich dass die DB sagt "schön dass ihr auch Dinge außerhalb des Leistungsverzeichnisses gemacht habt. Aber das war nicht beauftragt. Deshalb gibt es kein Geld dafür".
 
Ist doch üblich, besonders wenn der Steuerzahler zahlt, erst so billig als möglich bewerben und während des Baus kommen Kleckerweise die richtigen Preise um die Ecke. :13:
Das kann man versuchen, funktioniert aber nur auf folgende Weise: Grundsätzlich ist der Bauunternehmer an die Preise gebunden, mit denen er das Leistungsverzeichnis in der Ausschreibungsphase bepreist hat. Wenn er jetzt mehr Geld rausschinden will, muss er Anlass für eine Nachtragsanzeige finden. Also irgendwas, das die Deutsche Bahn bei der Ausschreibung noch nicht vorhergesehen hatte. Dann kann der Unternehmer für die Leistungen dieser Nachtragsanzeige versuchen, Mondpreise aufzurufen. Ob er sie durchkriegt, ist dann Verhandlungssache. Theoretisch hat die DB als Gegenwehr die Möglichkeit, für die Leistungen der Nachtragsanzeige eine neue Ausschreibung zu starten, und sie dadurch an ein ganz anderes Bauunternehmen zu vergeben. Bei kleinen Klecker-Nachträgen wird sie das aber in der Regel nicht machen, weil für Kleinzeug vom Schlage "100 Kubikmeter mehr Aushub zur Deponie fahren als im ursprünglichen Leistungsverzeichnis vorgesehen" auch Konkurrenzunternehmen meistens Mondpreise wegen Mindermenge aufrufen.
 


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