• Wenn dies Ihr erster Besuch hier ist, lesen Sie bitte zuerst die Hilfe - Häufig gestellte Fragen durch. Sie müssen sich vermutlich registrieren, bevor Sie Beiträge verfassen können. Klicken Sie oben auf 'Registrieren', um den Registrierungsprozess zu starten. Sie können auch jetzt schon Beiträge lesen. Suchen Sie sich einfach das Forum aus, das Sie am meisten interessiert.

National Bahnverkehr nach dem Unwetter



Kommentare

Meine Herren, war das eine Gewitterzelle
Hat mir eine ruhige Frühschicht beschert, einmal Dortmund - Hamm, das wars. Viele Koll. die gestern Spät- oder Nachtschicht hatten, hat es dagegen hart getroffen, oft erst viele Stunden später Feierabend und ÖPNV für den Heimweg fuhr auch nicht. Um die Taxis am Dortmunder Hbf wurde sich heute Vormittag fast geprügelt, die haben sicher den Umsatz des Jahres gemacht.
 
Ich bin gestern abend in Köln in das Unwetter reingefahren. Obwohl das nur die Randlage war, wars schon sehr heftig. Einen Baum hab ich selbst in die Oberleitung fallen gesehen. In der ZÜ liefen die Nothaltaufträge nahezu im Sekundentakt ein, Züge wurden möglichst noch zum nächsten Bahnsteig geführt. Später wurde ich als Erkundungsfahrt Richtung Süden gelassen, mit dem Ergebnis dass ich etliche Äste in der Oberleitung gefunden habe. Zweimal musste ich selbst abbügeln, sonst hätte ich einen Ast erwischt.
 
Und heute morgen war dann auf der Oberrheinstrecke Geduld angesagt. ESTW Lahr ausgefallen. Und das gleich zum beginn des Frühverkehrs. Da ging zum teil gar nichts mehr, und die Züge, die Unterwegs waren, hatten im Schnitt 120 - 180 Min+

Hierzu ein Bericht aus der Badischen Zeitung

Allerdings stimmt die Aussage, das ab 08:20 der Zugverkehr wieder normal lief, nicht so ganz, denn die Störung war erst gegen 10:30 behoben. (gemäß Infomail von BZ RK)

Das ist eben der Nachteil, wenn Stellwerke nicht mehr Örtlich besetzt sind, dann dauert es eben, bis mal jemand vor Ort ist und nachschaut, und dann auch erst versucht, die Störung zu beseitigen
 
Das ist eben der Nachteil, wenn Stellwerke nicht mehr Örtlich besetzt sind, dann dauert es eben, bis mal jemand vor Ort ist und nachschaut, und dann auch erst versucht, die Störung zu beseitigen

Und was könnte der Fdl vor Ort noch machen? Er könnte schauen, ob ein Fremskörper in der Weiche hängt oder so. Zum Schauen kann aber auch ein Tf beauftragt werden.
Wenn die Störursache nicht ersichtlich ist, kommt der Stördienst, da ist es vollkommen egal, ob der Fdl direkt neben der Weiche sitzt oder 200 km entfernt. Wenn der Stördienst gerade woanders ist, zum Beispiel am anderen Ende seines Bereichs, dann dauert es eben.
 
Aber ein Fdl vor Ort hätte zumindest mal einen Handverschluß anlegen können und auf den beiden Hauptgleisen mit Befehl fahren können. Das war ja auch genau das, was dort dann, als die Techniker vor Ort waren, als erstes gemacht wurde. Deshalb konnte zumindest ja auch schon ab 08:20 eingeschränkt gefahren werden.
 
Zu dem Unwetter im Raum Köln will ich noch einen Nachtrag loswerden:

Alle Beteiligte, also ich als Tf, alle Fdl an der Strecke, BZ und TP haben laufend miteinander gesprochen, und wir haben einige ad hoc Entscheidungen gemeinsam getroffen. Die Zusammenarbeit war hervorragend und vorbildlich, trotz der widrigen Umstände! Zwischen Köln und Bonn hab ich mit jedem einzelnen Fdl mehrfach telefoniert, und wir haben ständig gegenseitig aktuelle Erkenntnisse ausgetauscht

Leute, so stelle ich mir Eisenbahnbetrieb vor! Ganz großes Lob!
 


Oben Unten