• Wenn dies Ihr erster Besuch hier ist, lesen Sie bitte zuerst die Hilfe - Häufig gestellte Fragen durch. Sie müssen sich vermutlich registrieren, bevor Sie Beiträge verfassen können. Klicken Sie oben auf 'Registrieren', um den Registrierungsprozess zu starten. Sie können auch jetzt schon Beiträge lesen. Suchen Sie sich einfach das Forum aus, das Sie am meisten interessiert.

National Bahn-Mitarbeiter verweigert vollem ICE Einfahrt in Würzburger Bahnhof



Kommentare

Von einer evtl. Lösung sprach ich nie!
Dann schreib doch mal klar, wie die Lösung Deiner Meinung nach aussähe!! Ich und auch @VT605 hatten Vorschläge gemacht. Die wurden rundheraus abgelehnt. Wie können wir da erkennen, dass Du an einer Lösung ohne EInschränkung der Betriebssicherheit, aber trotzdem im Sinne der Fahrgäste interessiert wärst??

Immer noch mit Gruß!!

Peter
 
Wir arbeiten jedoch immer noch nicht bei Merklin und jeder im System hat "SEINE" Verantwortung! Also sollten manche nicht urteilen, ohne den Regelzustand zu kennen!

Ohne Gruß maschwa
Um der Diskussion etwas die Gereiztheit und Schärfe auf allen Seiten zu nehmen:

Als Modelbahner a. D. darf ich "Merklin" so nicht stehen lassen! :027: Märklin..... :078:

Entspannt euch, es ist hier nur ein Forum!:067::065:
 
Ich würde jeden Zug vor der Einfahrt lassen, wenn mir der Fahrplan nicht schriftlich vorliegt! Und das habe ich auch schon mehrmals gemacht.
Wir haben nunmal nicht alle die selben Unterlagen, sondern nur noch das, was wir direkt für unsere Arbeit brauchen, deswegen ist der Lf nicht der richtige Ansprechpartner, sondern nur die BZ!

Man stelle sich mal vor, der Fdl Würzburg hätte den Zug wie von VT 605 vorgeschlagen mal eben an den Bahnsteig gefahren, weil die Reisenden gerne aussteigen möchten. Genau in diesem Moment wäre ein anderer Tf am haltzeigenden vorbeigefahren und dem ICE in die Flanke gefahren und es hätte den Haufen gegeben. Wir sind alle der gleichen Meinung: Schuld an dem Unfall hat der Tf, der am haltzeigenden vorbeigefahren ist. Aber nein! Hätte der Fdl seine Vorschriften beachtet und den ICE nicht an den Bahnsteig genommen, wäre der Unfall nicht passiert. So ist mittlerweile die Rechtssprechung in Deutschland. Da hat man als Fdl direkt mal auch einen Teil des schwarzen Peters an der Backe. Deshalb gilt für mich als Fdl: Ohne Fahrplan keine Einfahrt. Egal, ob die Züge weiß mit rotem Streifen, rot mit ohne Streifen, oder bunt sind... Vor 10 Jahren hätte noch jeder Fdl den Zug an den Bahnsteig geholt, aber bei diesem Ballaballa-Deutschland muss man sich jeden einzelnen Schritt 2x überlegen.
Den beiden Kollegen möchte ich hier noch mal meine umfassende Zustimmung aussprechen und darauf hinweisen, dass es aufgrund fehlender Fahrpläne im Stellwerk bereits beinahe oder vielleicht sogar tatsächlich zu schweren Unfällen gekommen ist. Es handelt sich hierbei um keine Kooperationsunfähigkeit des FDL sondern um eine korrektes betriebliches Handeln. Wo kommen wir denn hin, wenn der Zug ohne Fahrplan in den Bahnhof einfährt. Der FDL könnte zudem den Überblick verlieren, die ZNA ist nicht signaltechnisch sicher. Außerdem müsste die EBO das doch auch verlangen. Aber ich bin kein Betriebsbeamter, sonder verlasse mich auf Fakten. Und da haben wir einen Bericht aus Wuppertal, in dem keine betrieblichen Fehlhandlungen festgestellt wurden:
Untersuchungsbericht Unzulässige Einfahrt in einen besetz. Gleisabsch., 01.02.2017, Gruiten

Generell muss ich sagen, es ist einfach ein Managementversagen, dass die das trotz 100 Jahren Erfahrung immer noch nicht in Griff bekommen haben. Es gab hierzu auch einen Bericht in diesem Hochglanzmitarbeitermagazin. Da hieß es, die bräuchten noch Jahre, bis sie die ganzen Fahrplandatenbanken an die Stellwerke angebunden haben. Aktuell läuft das noch über Papier und wie man sieht geht das nicht besonders gut.
 
Dann sollten die FDL auch keine Rangierfahrten durchführen, denn auch da müssen sie sich auf die Tf-Angaben verlassen wenn wir ihnen sagen das es ein ICE-A ist, also auch für Rg-fahrten besser Fahrpläne einführen.
 
Dann sollten die FDL auch keine Rangierfahrten durchführen, denn auch da müssen sie sich auf die Tf-Angaben verlassen wenn wir ihnen sagen das es ein ICE-A ist, also auch für Rg-fahrten besser Fahrpläne einführen.
...langsam wird es albern....

Nochmal, wo haben sich die Beteiligten nicht ans Regelwerk gehalten, besonders der zuständige Fdl?
Und wenn ich für Rangierfahrten einen Fpl brauche, findet die Rangierfahrt auch erst statt, wenn mir der Fahrplan vorliegt!
Schon jetzt gibt es die Rangiervereinbarung, ohne die läuft auch nix! (Ja, es gibt Sonderfälle....)
Es gibt keinen "kleinen Dienstweg" mehr, um die Unfähigkeit Anderer zu vertuschen! Die Zeiten sind vorbei, und das liegt bestimmt nicht an uns!


Der Tastendrücker
 
Ich finde, die Diskussion geht völlig in die falsche Richtung. Es werden hier Leute angeprangert, die sich strikt nach Vorschrift verhalten haben. So kenne ich das auch von DER BAHN und von einigen Privatbahnen, bei denen ich zuvor tätig war.

Der Mitarbeiter wird geschult, die Vorschriften gewissenhaft einzuhalten - um ihm dann in der Praxis nahe zu legen, das doch alles nicht so eng zu sehen, vor allem im Interesse der Kunden. Wer sich trotzdem strikt nach Vorschrift verhält, wird mit Stellungnahmenforderungen gemobbt und als Querulant dargestellt, bis er irgendwann aufgibt - oder in Rente geht. Wenn aber dann tatsächlich mal was passiert, kann sich der Arbeitgeber immer schön SEINER Verantwortung entziehen und mit dem Finger auf den Arbeitnehmer zeigen, der gerade den 23. Absatz auf Seite 153 des Paragraphen 0815 nicht zu 100% befolgt hat.... (siehe Bad Aibling - das Handy war meiner Meinung nach nur mittelbar beteiligt, eine Randerscheinung. Kein Mensch diskutiert mehr über km-lange Funklöcher, dauernde Stellwerksstörungen, falschen Nothaltauftrag durch falsches Training etc.)

Zur Sache - Was ist passiert?
Ein Zug wurde vor der Einfahrt gestellt. Die Vorschrift unterscheidet nicht zwischen I'CE, S-Bahn oder Güterzug. Sie kennt nur "ZUG". Nun bin ich Tf, kenne nur meine Vorschriften. Wenn der FDL sagt, er darf mich nicht reinlassen, da er keinen gültigen Fahrplan für meinen Zug hat, dann ist das eben so. Ich würde dann meine TP und die BZ anrufen und vor dem roten Signal der Dinge harren, die da kommen. Ich vertraue dem FDL, daß er seine Vorschriften kennt und nach ihnen handelt. Ich würde da auch nicht mit ihm eine Diskussion anfangen.

Kurioserweise wird nun auf dem FDL rumgehackt, der sich vorschriftengetreu verhalten hat - nicht etwa auf den anderen FDL, die den Zug ohne Fahrplan haben ein-, aus- oder durchfahren lassen.....

Gruß
Omen

P.S. Oberstes Interesse des Reisenden ist es, SICHER ans Ziel zu kommen. Der Reisende selbst vergißt dies zwar zu gerne. Dafür sind wir dann da, ihn daran zu erinnern. Zuerst sicher, dann pünktlich...
 
Hat selbiges jemand behauptet?? Klares Nein!!
Das wollte ich lesen. Also sind Deine und andere Vorschläge nichts weiter als eine Aufforderung zu vorschriftswidrigen Handlungen?
Ich könnte ja auch zum Lf sagen, die Weichen liegen zu einem Bahnsteiggleis, und wenn Dir die Reisenden so wichtig sind, dann komm doch!
Wäre doch mal eine Idee, oder?

Genau, der Fahrdienstleiter hat es "denen da oben" so richtig gezeigt, und der Reisende ist der Dumme und guckt in die Röhre...
Wieso zeige ich es "denen da oben", wenn ich auf die Einhaltung der Regeln bestehe, die ja "die da oben" verfasst haben?
Ja, in diesem Fall waren die Reisenden die Opfer, aber das Regelwerk macht nun mal keinen Unterschied zwischen verschiedenen Zuggattungen!

Ich bin selbst weit weg von jeder Perfektion, und habe bestimmt auch nicht immer alle Regeln genau beachtet, aber bewusst dagegen verstoßen? Nein, da bin ich mir ziemlich sicher, das sowas noch nicht in 42 Jahren als Fdl vorgekommen ist, das Risiko wäre mir zu hoch!


Der Tastendrücker
 


Oben Unten