• Wenn dies Ihr erster Besuch hier ist, lesen Sie bitte zuerst die Hilfe - Häufig gestellte Fragen durch. Sie müssen sich vermutlich registrieren, bevor Sie Beiträge verfassen können. Klicken Sie oben auf 'Registrieren', um den Registrierungsprozess zu starten. Sie können auch jetzt schon Beiträge lesen. Suchen Sie sich einfach das Forum aus, das Sie am meisten interessiert.

National Ansagen im Zug



Kommentare

Naja, es ist nicht seine Aufgabe den Reisenden Geschichtsunterricht zu erteilen und seine politische Meinung dazu schon gar nicht, er spricht in der Situation für seinen Arbeitgeber. Trotzdem wurde meiner Meinung nach völlig überzogen reagiert, genauso das jemand wegen so einer Aussage direkt zum Nazi abgestempelt wird geht gar nicht. Aber das ist das Problem wenn heutzutage sowas veröffentlicht wird, sei es in den sozialen Netzwerken oder der Presse. Früher hätte es eine Beschwerde von ein, zwei Reisenden per Post bei der DB gegeben, der Koll. wäre zum Tee beim Chef zitiert worden und hätte dessen Büro mit rotem Kopf wieder verlassen und das wäre alles gewesen. Heute wird man wegen eines Fehlers gleich öffentlich an den Pranger gestellt und dementsprechend holt die Chefetage auch gleich die große Keule raus.
 
Das ist ja das völlig irre. Er hat nur andere Worte gewählt als üblich. Dazu völlig richtig.
Wie die Bahn jetzt dazu kommt, den Zf den Kundenkontakt zu verbieten, ihn quasi aus dem Fahrdienst nimmt, ist mir völlig schleierhaft. Zumal dieselbe Bahn immer wieder Wert darauf legt, dass die Zubs eigene Worte anstatt der Normtexte anwenden sollen.
Und hier wurde richtigerweise die Fliegerbombe durch Bombe der westlichen Allianz ersetzt, die -auch richtigerweise- auf die unschuldige Bevölkerung geworfen wurde.
Total irre was hier los ist..
 
  • Like
Reaktionen: VTG
Auch wenn die Bomben auf die Zivilbevölkerung nicht gerechtfertigt waren, die Ursache dafür lag ja nunmal im Angriffskrieg Deutschlands. Aber genau das zu thematisieren ist eben nicht Aufgabe des Zugführers. Er hat einen Fehler gemacht, genauso fehlerhaft ist aber meiner Meinung nach die Reaktion der DB auf die Beschwerde der Reisenden.
 
Ganz richtig kann der Zf auch nicht gewesen sein, wenn er so eine Durchsage macht.....

Mich ärgert diese Fadenscheinige: Zug hat zwar +45, was wohl den Fahrgästen deutlich mehr Schwierigkeiten bereitet haben wird wie die unbedachte Durchsage. Das ignoriert man aber gekonnt. In der Öffentlichkeit verkauft man sich dann als Unternehmen was sofort entschlossen handelt und das Problem Zf angeht......

Wenn man so entschlossen und schnell wäre in den wichtigen Dingen wie Pünktlichkeit oder Fahrzeugverfügbarkeit......
 
Ich plädiere mal für etwas weniger Aufgeregtheit...

Was ist passiert?
Nach meinem Dafürhalten wollte ein Zugführer mal nicht die Standardsätze verwenden und etwas aufgelockerter die Informationen rüberbringen. Ob die Wortwahl nun glücklich war? Ich weiß es nicht... - aber ihn deshalb in die "rechte Ecke" rücken? Geht mir persönlich zu weit. Warum? Er hat also von "Westalliierten" und "unschuldiger Zivilbevölkerung" gesprochen.
Deutschland wurde durch die Alliierten vom Nazi-Regime befreit, da es unser Volk leider allein nicht schaffte, bzw. teilweise verblendet war. Die Alliierten selbst waren jedoch zum Teil getrennt - eben in die "Westalliierten" und die Sowjets, deren Kampf an unterschiedlichen Fronten stattfand. Von daher finde ich den Begriff der "Westalliierten" weder verächtlich noch respektlos, sondern einfach alks den geschichtlichen Tatsachen entsprechend.
Wenn er nun weiterhin sagte, daß die Bomben auf die unschuldige Zivilbevölkerung geworfen wurden, finde ich dies ebenso nicht rechtsradikal oder verwerflich. Es ist eben in allen Kriegen so, daß vor allem unschuldige zivile Opfer verursacht werden um möglichst großes Leid zu erzeugen. Warum soll das nicht auch mal jemand so sagen dürfen? Und man wird zumindest mal fragen dürfen, ob es aus militärischer Sicht wirklich notwendig war, Städte wie Frankfurt oder Dresden dem Erdboden gleich zu machen? Zumindest wenn es darum geht, ob es für den Ausgangs des Krieges relevant war.

Dabei stellt kein Mensch in Abrede, daß Hitler-Deutschland den Krieg angezettelt hat und Millionen von Menschen in ganz Europa ermordet hat. Die Schuld dafür liegt allein beim deutschen Volk. Das aber bedeutet nicht, daß andere nicht ebenfalls Greueltaten begangen haben. Und auch diese dürfen und sollen benannt werden - vor allem um eben auch objektiv die Schuld des deutschen Volkes darzustellen. Aber zur Wahrheit gehört eben auch, daß die Sowjets damals Chatyn zerstört hatten, daß die Westalliierten deutsche Städte dem Erdboden gleichgebombt hatten obwohl der Krieg schon längst entschieden war und daß die Amerikaner in Nagasaki und Hiroshima Atombomben abwarfen, obwohl auch Japan längst geschlagen war.

Nun den armen Zugführer in die Ecke zu stellen und an ihm auch noch ein Schild "Rechtsradikaler" anzuheften finde ich persönlich extrem überzogen. Schade daß auch der Arbeitgeber den Zugführer der Meute zum Fraß vorwirft, anstatt sich mal mit schützend vor ihn zu stellen und der Öffentlichkeit mal solche Sachargumente zu sagen, wie ich es gerade versucht habe.

Gruß
Omen
 


Oben Unten