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National 600 Reisende stecken bei Hanau stundenlang in ICE fest



Mahlzeit!

Wiedermal eine Glanzleistung! ICE 973 (BR 412, Tz 9023) strandete zwischen Langenselbold und Rodenbach (Strecke Fulda - Hanau) wegen eines OL-Schadens. ....und dann nahm das Theater seinen Lauf.
https://www.hessenschau.de/panorama/600-reisende-stecken-bei-hanau-stundenlang-in-ice-fest,ice-oberleitungsschaden-100.html?fbclid=IwAR0YUtbo7LIItImbgHuR-f-vHh-mIUs96awXRWczIgMaRlH5NWcd7HklOUE

Eigene Nachlese zu dem Theater (mit Hilfe der gelesenen RIS-Einträge):

- Das Ganze dürfte wohl hauptsächlich an der Zuführung des TVT gehangen haben! Von wo der TVT kam und inwieweit er besetzt war ist nicht bekannt. Es würde mich aber nicht verwundern, wenn schon hier eine Problemstelle auftaucht. Desweiteren mußte der beschädigte Stromabnehmer abgebaut werden und das ging scheinbar auch nicht problemlos (bei einem "ladenneuen" Triebzug???)

- Die Schleppdiesel (Standort Frankfurt Hbf, neben dem alten Zentralstellwerk) brauchen (nachdem der Tf drauf ist und abfahrbereit) etwa 20-25 Minuten bis Wolfgang. Angeblich waren die Diesel wohl kalt und mußten erst vorgewärmt werden (unbestätigte externe Meldung.... was mich aber nicht verwundern würde)

- Evakuieren wäre an der Stelle (km 29,0 soll die Zugspitze gestanden haben, lt. RIS-Eintrag) ist schwierig. Das Streckengleis Gelnhausen - Hanau liegt etwas weiter weg vom Nachbargleis, ergo helfen die normalen E-Stege nicht aus (Evakuierungszug stand wohl recht schnell in Hanau)

- Der nächste Bahnsteig ist nur 1300m ‼ weg (Rodenbach). Warum man nicht (nach Abklärung der Schäden an der Oberleitung) den Zug wenigstens bis dorthin schleppte, kann nicht beurteilt werden, da die Schäden am SA nicht bekannt sind. Es wäre aber, mit großer Wahrscheinlichkeit, möglich gewesen, den SA erstmal festzubinden, den Zug zum o.g. Bahnsteig zu schleppen um ihn dort dann evakuieren zu können.

- Zum Schluß dann noch diese Aktion: Zug fährt mit anderem SA / Zug will nicht / Diesel ran / usw.! Es ist einfach nur peinlich und der (leider bekannten) Unfähigkeit der dortigen VL anzulasten. Eine klare Ansage, daß der Zug durch die Diesel abzuschleppen ist (Zugausfall ab FH/FF war ja bereits bekanntgegeben), hätte hier auch die Zeiten deutlich verkürzt!

Stelle wo der Zug stand: Höhe REWE-Center.... Rechts Sumpf, links Teich.... oberstes Gleis im Bild
https://goo.gl/maps/ZV5ByQK2RoM2
 

Kommentare

Unfähigkeit der dortigen VL anzulasten
Warum darf die VL da überhaupt so viel rein reden?
Sollte es nicht Netz entscheiden, wie sie am schnellsten die Strecke frei bekommen und dann mit der VL überlegen, wo sie die Reisenden hin bringen? Bei einem liegengebliebenen Güterzug wird auch nicht so ein Zirkus aufgeführt, sondern die nächste Diesellok organisiert und erstmal raus aus dem Schadbereich (in diesem Falle eben zum nächsten möglichen Bahnsteig). Dort hat dann das EVU alle Zeit der Welt den Zug aus eigenen Mitteln in eine Werkstatt zu bringen.
 
Off-Topic:
VL= Verkehrsleitung! Oder altdeutsch: Lokdienst
Der Lokdienst ist der VL aber nur angegliedert, die VL war früher mal der Reisezugdispo. Die VL regelt die verkehrslichen Belange bei so einem Reisezug.


Das Problem bei so einer Störung sind die verteilten Zuständigkeiten, verbunden mit mangelnden Entscheidungsbefugnissen. Zudem wird jede operativ getroffene Entscheidung hinterher von den Vorgesetzten (ohne Kentniss der Situation) angezweifelt.......
 
Warum darf die VL da überhaupt so viel rein reden?
Sollte es nicht Netz entscheiden, wie sie am schnellsten die Strecke frei bekommen und dann mit der VL überlegen, wo sie die Reisenden hin bringen? Bei einem liegengebliebenen Güterzug wird auch nicht so ein Zirkus aufgeführt, sondern die nächste Diesellok organisiert und erstmal raus aus dem Schadbereich (in diesem Falle eben zum nächsten möglichen Bahnsteig). Dort hat dann das EVU alle Zeit der Welt den Zug aus eigenen Mitteln in eine Werkstatt zu bringen.
Für die Dieselabschlepploks iat aber wieder der Fv zuständig und somit die VL, genauso muß die VL einen eventuellen Busnotverkehr organisieren um die Reisenden zu evakuieren. Letztlich müssen da der Notfallmanager vom Netz, der Notfallmanager vom Fv(Produktion) und die VL (die nicht vor Ort ist) zusammenarbeiten.
 
...zudem hat Frankfurt die Hand auf den Schlepploks, dort müssen die Regionalen VLn erst den Einsatz beantragen...

(Eigentlich müsste man sich mehr Wundern, das es sooo schnell ging....:003:)
 
Und dieser verdammte Egoismus der verschiedenen Bereiche ist das, was einen am meisten ankotzt!

Das Ganze dürfte wohl hauptsächlich an der Zuführung des TVT gehangen haben! Von wo der TVT kam und inwieweit er besetzt war ist nicht bekannt.
Würde mich nicht wundern, wenn der Hanauer TVT "mal wieder" nicht verfügbar war, wegen Defekt o.ä.
 
Im RB Ost hilft man sich da mittlerweile anders um nicht immer dem DB FV und seinen hin und wieder besetzten und noch seltener einsatzbereiten Schlepploks (mit dazu in manchen Bereichen fehlender Streckenkenntnis) ausgeliefert zu sein, hat man Verträge mit anderen regionalen EVU mit Dieselloks geschlossen (HVLE, LOCON, DR, Arcelor ...) um diese auch nutzen zu können und eine verbindliche Grundlage dafür zu haben.

Off-Topic:
Ich kenne mindestens ein Fall aus dem RB Südost, dass für einen Hilfszug niemand eine Lok stellen konnte und sie dann erst 24 Stunden nach der Entgleisung ausrücken konnten.
 


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