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National Übergewicht stoppt Go-Ahead-Züge



Kommentare

Komisch, dass nicht noch die Kunden dafür verantwortlich gemacht worden sind. Volle Züge, so was aber auch...

REGIO haben die in BaWü ja prima kaputt gemacht, für das selbe Geld noch billiger Mehrverkehr bestellt und nun wundert man sich.... irgendwo gab's mal eine Aufstellung im Vergleich REGIO/ heute was die Gefäßgrößen angeht und die fiel zu Ungunsten des neuen Netzes aus. Und wenn es dann noch, warum auch immer, zu Minderleistungen kommt....

Stadler und Fahrzeuge ist auch so eine Geschichte... In NRW waren es die zu geringen Anpressdrücke , hier führt zu großer Druck zu Fahrzeugstörungen :003:

MfG maschwa
 
Regio hat sich in BW allerdings selbst ins Abseits katapultiert in dem sie die Vergabekriterien nicht eingehalten haben. Soweit ich weiß, war Regio sogar billiger, aber wer die Anforderungen nicht erfüllt, fliegt raus.
 
Das Hauptproblem in BW sitzt im Landtag auf dem Ministersessel. Da darf einer seit Jahren seinen offen artikulierten DB-Haß auf dem Posten des Verkehrsministers ausleben - oder wie bitte sollte man seinen Satz vom Amtsantritt verstehen, daß er rund um Stuttgart keine roten Züge mehr sehen will...???

Thema Vergabekriterien nicht eingehalten. Die Ausschreibung war wohl derart missverständlich formuliert, daß es zu mehreren hundert Rückfragen bezüglich des Verständnisses kam - vielleicht waren diese Unklarheiten ja sogar gewollt, damit man später nur das passende Kriterium finden mußte, um die DB ausschließen zu können?

Desweiteren heuerte der bei DB verantwortliche für den Ausschluß aus der Vergabe direkt beim siegreichen Mitbewerber an....

Thema Kapazitäten (eigentlich inzwischen eher Kalamitäten) - vorher fuhr DB Regio mit 4 oder 5 Dostos (also irgendwas zwischen 110-140m in 2 Etagen). Die Züge waren voll, aber es ging in der Regel. Jetzt verkehren Triebzüge mit 90 - max. 150m Länge in nur einer Etage - und man wundert sich über überquellende Züge....

Thema Personal - bei Abellio und Go Ahead ging man davon aus, fast das komplette DB-Personal übernehmen zu können... - man ging davon aus... - nur kaum einer kam wirklich. Mein letzter Informationsstand ist nun, daß vor allem Go Ahead Teile ihres Netzes (Stuttgart - Würzburg) bereits durch einen Subunternehmer betreiben lässt und nun wohl auch mit DB-Regio einen Subunternehmer-Vertrag schliessen will. Anfangs war da wohl die Rede von 30 Tf für 2-3 Jahre. Inzwischen spricht man bereits über 100 TF für 9 Jahre....

Nächstes Jahr sind Landtagswahlen in BW... - hoffentlich wissen die Leute dann noch, wer für diesen geplanten Unfug auf Schienen verantwortlich ist

Gruß
Omen
 
Thema Personal - bei Abellio und Go Ahead ging man davon aus, fast das komplette DB-Personal übernehmen zu können... - man ging davon aus... - nur kaum einer kam wirklich.
Wer verzichtet schon freiwillig entgeltmäßig auf einen Tag Grundurlaub, will eine Reduzierung des DEVK-Pensionfonds, akzeptiert keine Ausbleibevergütung und findet Nachtzeit erst ab 21 Uhr und vielleicht max. 4 Minuten Zeitgutschrift für Zusatzurlaub überzeugend, um alles beim Roten alles aufzugeben und bei der englischen Biene Maya anzufangen. Oft ist das Klima bei den "Privaten" wie in den schlimmsten KMUs, wo Choleriker und Gutsherrenart regieren. Komischerweise sollen sie ja teurer als Regio gewesen sein; Frage ist, wo die Kohle hingeht, wenn nicht in Gehälter. In die rollenden Tupperschüsseln? Andererseits ist anscheinend ist bei den "Privaten" immer genug Geld für Pönale und Leih-Tf da, aber für eine Übernahme des DB-Tarifvertrages für alle reicht es nie.
 
Das Hauptproblem in BW sitzt im Landtag auf dem Ministersessel. Da darf einer seit Jahren seinen offen artikulierten DB-Haß auf dem Posten des Verkehrsministers ausleben - oder wie bitte sollte man seinen Satz vom Amtsantritt verstehen, daß er rund um Stuttgart keine roten Züge mehr sehen will...???
Ein bisschen viel Polemik, glaubst Du nicht?? DB Regio hat sich aus eigener Dummheit aus dem Verfahren katapultiert, nicht weil es der Minister so wollte. Und das mit den roten Zügen hat er längst anders gelöst, in dem alle Züge in neuen Verträgen in BaWü im Landesdesign lackiert sind. Das wäre auch mit DB-Regio-Zügen passiert. Abgesehen davon hat der rote Riese die Haltung des Ministers ja wohl selbst herbei geführt, ist man doch lange Jahre mit einem goldig dotierten direkt vergebenen Verkehrsvertrag unterwegs gewesen und hat BaWü trotzdem zur sprichwörtlichen Altwagensenke der Nation verkommen lassen...
Thema Vergabekriterien nicht eingehalten. Die Ausschreibung war wohl derart missverständlich formuliert, daß es zu mehreren hundert Rückfragen bezüglich des Verständnisses kam
Nur DB Regio hat diese simplen Rechenfehler eingebaut. Die anderen wussten es besser. Vor allem aber haben die anderen Bieter keine Unterlagen manipuliert (das war ja gerichtlich festgestellt der Hauptausschlussgrund!) und die Instandhaltungskosten in der Kalkulation auf Null gesetzt. Wir haben scharenweise hochbezahlte Juristen im Konzern, die die Angebote vor der Abgabe unter die Lupe nehmen und keiner von denen bemerkt die Fehler??
Desweiteren heuerte der bei DB verantwortliche für den Ausschluß aus der Vergabe direkt beim siegreichen Mitbewerber an....
Das kannst Du aber nun gar nicht dem Minister anlasten. Eher regt dieser "spontane" Wechsel zum Nachdenken über die Qualität der Bewerbungsunterlagen an. Nicht dass da jemand absichtlich Fehler eingebaut hat??

Gruß Peter
 
Also wenn da schon eine technische Einrichtung anschlägt, dann ist einiges im Argen:
Gefühlt ist ein Zug "voll" wenn in jeder 4er-Gruppe ein Fahrgast sitzt. Zu "100%" voll ist ein Zug, wenn ALLE Sitzplätze und ALLE Stehplätze belegt sind. Und eine Belegung zu 200% ist immer noch technisch zugelassen.

Selbst wenn meine Fahrgäste bereits wie die Sardinen stehen, zeigt mir die Messeinrichtung nur "108%" an.
 
Man muß natürlich auch mal sehen, das selbst eine Doppeleinheit Flirt XL mit je 106,9 m Einheitenlänge niemals die Kapazität eines 5-6 Wagen Dosto Zuges haben kann, die oft vorher auf diesen Strecken fuhren.
Nur ein Rechenbeispiel: Flirt 6 Teiler = 10 Sitzplätze 1. Klasse und 319 Sitzplätze 2. Klasse , davon allerdings 79 Klappsitze. Macht bei Doppeleinheit Zuglänge 214 m mit 20 x 1. Kl. und 658 2. Klasse, wobei wie gesagt dann allerdings 158 Klappsitze sind, und die können meist nicht alle belegt werden, weil ja auch noch Rollstühle und ggf. auch Fahrräder und Kinderwagen mitfahren. Hinzu kommen noch 2 x 388 Stehplätze

Jetzt ein Dosto Zug mit 6 Wagen Zuglänge mit Lok knapp 190 m. Zugkonstellation: 4 X B, 1 x Ab und 1 x Bf macht im Regelfall 37 Plätze 1. Klasse, und 695 Plätze 2. Klasse

Hinzu kommen bei dem Dosto Zug noch in etwa gleich viel Stehplätze wie beim Flirt Zug.

Wenn man davon ausgeht, das die Anzahl der Fahrgäste in etwa gleich geblieben ist, dann wird schnell klar, das die Doppeleinheit Flirt schneller an seine Überlastgrenze kommt, als ein vergleichbarer Dostozug. wobei noch hinzu kommt, das die Dosto wagen aufgrund Ihres höheres Gewichts ohnehin nicht so empfindlich sind und daher auch nicht so schnell überladen werden können wie ein auf Leichtbau getrimmter Flirt. Da hat das Land einfach falsch gerechnet und daher die falschen Zugeinheiten vorgeschlagen/vorgegeben.
Dabei hätte es sogar aus dem Haus Stadler eine Lösung gegeben. die mehr verkraftet hätte. Der KISS. Als Vierteiler ist der annähernd genauso lang wie der 6 teiler Flirt (Ca. 106m), bietet aber bei bei einer Dienstmasse von 206 Tonnen (Flirt ca. 180 Tonnen) ca. 430 Sitzplätze, womit eine Doppeleinheit KISS über 900 Sitzplätze bietet, bei gleicher Zuglänge. Klar das Fahrzeug hätte mehr gekostet, aber nun ja Im Ländle muß man ja Spare. Den schwarzen Peter haben nun die EVU´s. Obwohl im Grunde das Land dafür verantwortlich ist. Man wollte günstig, man bekam günstig und nun hat man eben das Chaos.
 


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